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Familie Brunow sieht Brünnighausen abgehängt

Wenn das Internet zum Ärgernis wird

BRÜNNIGHAUSEN. Es ist „ein Trauerspiel“, sagt Günter Brunow über den Zustand der Internetverbindung in seinem Wohnort Brünnighausen. Seit drei Wochen kann er so gut wie nie ins Internet. Seiner Meinung nach sei das Netzwerk nicht ausreichend ausgebaut.

veröffentlicht am 11.04.2017 um 12:12 Uhr

Foto: dpa

Autor:

Julia Beermann
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An einem Sonntag habe er nur eine halbe Stunde lang ins Internet gekonnt, „dann war es wieder vorbei“, schimpft Brunow. Das Problem bestehe schon seit Jahren, denn das Netzwerk ist seiner Ansicht nach nicht ausreichend ausgebaut. Für Brünnighausen sei das ein Problem. Neben den Windkraftanlagen mache die schlechte Vernetzung den Ort unattraktiv für zuziehende Familien und Firmen. „Zum Glück gibt es keinen Betrieb im Dorf, der auf das Internet angewiesen ist. Der wäre aufgeschmissen“, meint Brunow.

Was mit der Internetverbindung des Brünnighäusers nicht stimmt, ist bisher unklar. Zur Lösung des Problems wurde ihm von seinem Anbieter, der Telekom, ein neuer Router zugeschickt, doch die Anleitung dazu fehlte. Auf Nachfrage bekam er diese – per E-Mail. Doch ohne Internet hat Brunow auf sein Online-Postfach keinen Zugang. Ist es dringend, besucht er Bekannte mit stabiler Internetverbindung oder fährt Richtung Hannover, bis er ein offenes WLAN-Netzwerk mit seinem Laptop erreicht.

Und auch wenn das Internet bei ihm Zuhause funktioniert, sei nur eine sehr geringe Bandbreite nutzbar, moniert Brunow. Laut Telekom sollen bei ihm in Brünnighausen 900Kbit/s ankommen. Aber selbst von diesem geringen Wert kann Brunow bloß einen Bruchteil nutzen.

„Wenn ich messen konnte, dann bekam ich manchmal Werte von gerade einmal 142Kbit/s“, sagt Brunow. Mit dieser Leistung kann man Webseiten wie die Startseite der Dewezet nach einer Wartezeit von etwa 30 Sekunden aufrufen. Befinden sich mehrere Bilder auf der angeklickten Seite, so erhöht sich diese Wartezeit.

Im Vergleich dazu gibt die Telekom an, in Teilen Hannovers bis zu 200 000Kbit/s liefern zu können. Der Unterschied ist enorm.

„Wo es so eine schlechte Verbindung gibt, da könnte die Telekom ruhig freies Internet zur Verfügung stellen“, sagt Brunow. „So wie in der Bahn.“ Bis das Problem mit der Leitung gelöst ist, hat die Telekom Familie Brunow eine Alternative zum Internet aus der Leitung angeboten – das Unternehmen will ihm einen Stick zuschicken, der Internet durch eine Mobilfunkverbindung empfangen soll.

Günter Brunow bleibt skeptisch. Denn in Brünnighausen gebe es an manchen Stellen Lücken in eben diesen Mobilfunknetzen. „Ab dem 29. Mai bekommt der Kunde dann ein Komplettpaket mit Internetanschluss. Das wird den Funkstick ablösen“, heißt es auf Nachfrage unserer Zeitung von der Telekom. Ob Günter Brunows Problem dann gelöst sein wird, bleibt abzuwarten.

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