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Lose Gruppe ist seit 1979 stets gemeinsam auf Tour / Als nächstes geht es im November nach Namibia

Weltenbummler mit Wohnsitz Osterwald

Osterwald (haf). Sie standen schon auf dem Roten Platz vor dem Kreml in Moskau, dem Platz des Himmlischen Friedens in Peking und auf der Chinesischen Mauer, sie tauchten unter in den Spielhöllen von Las Vegas, schwitzten im dampfenden Regenwald am Amazonas oder am Monolith von Ayersrock in Australien, erlitten Monsunregen auf den Fidschi-Inseln, beobachteten Elefanten am Goldenen Dreieck in Thailand, bestaunten die Tempelanlagen im kambodschanischen Angkor oder die Niagarafälle an der Grenze zwischen Amerika und Kanada… Es handelt sich bei diesen Reiselustigen nicht um eine gesellschaftliche Elite. Sie kommen aus allen Schichten und Einkommensklassen, vornehmlich aus Osterwald und Umgebung. Sie eint die Lust am Reisen und sie freuen sich über die Gelegenheit, etwas zu erleben, was sie allein – auch mit teuren Pauschalreiseveranstaltern – nicht organisieren könnten.

veröffentlicht am 26.01.2011 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 18:21 Uhr

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Angefangen hat es, berichtet Walter Kramer, bereits 1973 in Kiel, wo er als Studentensprecher gemeinsam mit einem Reiseveranstalter eine Studienreise nach Moskau organisierte, was damals ziemlich spektakulär war. Davon erzählte er seinen Osterwalder Mitbürgern, die fingen sofort Feuer, und so machte sich 1979 eine neue Kramer-Truppe auf den Weg nach Moskau, dann nach Budapest, nach Prag, nach Leningrad, nach Berlin – und als die Ostblockhauptstädte abgearbeitet waren, nahmen sie den Rest der Welt ins Visier.

Die Bewohner des Bergortes haben auf diese Weise schon viel von der Welt gesehen und in fernen Ländern einen Sonnenaufgang erlebt: Siebzehnmal zwischen 1979 und 2010 war diese abenteuerliche Gruppe von Weltenbummlern bereits rund um den Erdball unterwegs – zwar nicht immer in gleicher Zusammensetzung, neue Abenteurer schlossen sich an, aber ein harter Kern gehört immer noch dazu.

Eigentlich hätte schon beim ersten Mal die Reiselust abhandenkommen können, als dem Organisator Kramer beim Frühstück im Hotel eine Tasche gestohlen worden war, in der sich sämtliche Reisepässe befanden. Als er es merkte, befanden sie sich gerade im Kreml. Per Taxi eilte er zurück in das Hotel, fand durch Glück einen Deutschen, der des Russischen mächtig war, und schaffte es so, die Sicherheitspolizei zu alarmieren. Die stellte das Hotel auf den Kopf und fand Tasche und Pässe tatsächlich in einem der Gästezimmer. So konnte die Reisegesellschaft dann doch problemlos wieder ausreisen.

Die Pässe haben sich allerdings auch sonst als echter Schwachpunkt herausgestellt. An „kritischen“ Grenzen kann es passieren, dass ein Mitreisender in der Pass- oder Zollkontrolle hängen bleibt und die restliche Gesellschaft lange, sehr lange warten muss, während der Anschlussflug oder Bus vor dem Flughafen startklar ist. „Ohne Aufregung geht es bei uns nie ab“, sagt einer der erfahrenen Mitglieder der Osterwaldgruppe. Aber: Weil in der Reisegesellschaft eine so tolle Atmosphäre herrscht und man sich kennt und respektiert, kommen viele immer wieder.

Im nächsten Monat versammelt sich die Gruppe – etwa 20 bis 30 Menschen – wieder im Deutschen Haus. Denn die nächste Planung läuft auf Hochtouren – Afrika steht auf dem Programm, genau gesagt ein faszinierender Teil Afrikas, nämlich Namibia, wo der schwarze Kontinent intensiv erlebbar ist und dennoch Erinnerungen an das Deutsch-Südwest-Abenteuer unter Wilhelm II. unübersehbar wachgehalten werden. Und wieder wird Walter Kramer aus Osterwald sich wie ein Hirtenhund um die Schar der Reiselustigen kümmern und dafür sorgen, dass bei der Reise in der Zeit vom 1. bis 16. November alles immer irgendwie klappt.

Die Größe der Gruppe richtet sich nach der Anzahl der Sitze in den Bussen, die vor Ort gemietet werden. Die möchte man möglichst auslasten. Noch sind die Namibia-Plätze nicht vollständig vergeben. Interessenten können bei Walter Kramer unter Tel. 05153/6572 nachfragen und am 16. Februar um 19 Uhr im Deutschen Haus Informationen aus erster Hand erhalten.

Osterwald und Co. 1999 bei den Olgas, einer eindrucksvollen Felsengruppe in Zentralaustralien in der Nähe des Tjuta-Nationalparks. Foto: pr



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