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Weg frei für Hähnchenmastanlage in Brünnighausen

Brünnighausen (ist). Im Dorfgemeinschaftshaus Brünnighausen sahen sich Frank Wöbbecke und Reinhard Bartsch als Vertreter des Landkreises sowie die Landwirte Heiko Feuerhake aus Brünnighausen und Hans-Henning Feuerhake aus Brullsen einem nicht wirklich vollen Haus gegenüber.

veröffentlicht am 29.06.2009 um 16:15 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 03:21 Uhr

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Zum öffentlichen Erörterungsverfahren der Einwendungen gegen Errichtung und Betrieb einer Hähnchenmastanlage der Feuerhakes unter dem Firmennamen FFB Hähnchen GbR, Coppenbrügge-Brünnighausen an der Kreisstraße 4 in der Gemarkung Brünnighausen war ordnungsgemäß vom Landkreis als Genehmigungsbehörde eingeladen worden. Mit einem Brünnighäuser Bürger, einem Vertreter des mit der Baumaßnahme beauftragten Unternehmens und Marita Koch aus Hannover ging es in übersichtlicher Kaffeerunde um Geruch und Rechtmäßigkeit von Maststallungen für 84 000 Stück Kleinvieh und dessen Mist in der Nachbarschaft. Der geringe Zulauf zu der Veranstaltung, so wurde gemutmaßt, mochte möglicherweise Unaufmerksamkeit hinsichtlich der Terminbekanntmachung gewesen sein, vielleicht auch Verständnis für wirtschaftliche Zwänge der ortsansässigen Landwirte oder Klärung aller Bedenken im Vorfeld im Rahmen einer von den Antragstellern organisierten, ausgesprochen zahlreich besuchten Informationsveranstaltung im März des Jahres. In der Tat waren die von Marita Koch jetzt vorgetragenen Bedenken seinerzeit ausdiskutiert worden. Die gebürtige Brünnighäuserin war bei dem Erörterungstermin als Sprecherin für die zwei beim Landkreis fristgerecht eingegangenen Einwendungen erschienen, beide seien im Wortlaut nahezu identisch, wie Wöbbecke feststellte – die eine von Koch selbst, die andere von ihren im Ort wohnenden Eltern mit Hauseigentum. Eine dritte Einwendung war nach Rücksprache mit dem Landkreis zurückgenommen worden.
 Wertverlust sowie erhebliche Mängel von Immobilien und Grundstücken aufgrund der Geruchsimmissionen sowie Geruchsbelästigung beim Vorbeifahren auf der einzigen Zufahrtsstraße in den Ort seien rechtlich nach Bundes-Immissionsschutzgesetz irrelevant, erklärte Wöbbecke. Die Geruchsimmissionswerte selbst liegen nach Gutachten mit einer Häufigkeit von 3,1 Prozent der Jahresstunden als Maximum selbst im südlichen Ortsbereich weit unter den für Dorfgebiete zulässigen 15 Prozent und damit auch weit unter dem gesetzlichen Grenzwert möglicher gesundheitlichen Beeinträchtigungen.

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