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Das Projekt interkultureller Begegnungsgarten läuft Ende des Jahres aus

Was wird aus dem „Wurzelwerk“

COPPENBRÜGGE. Wie geht es weiter mit dem interkulturellen Begegnungsgarten „Wurzelwerk“, wenn im Herbst die Früchte geerntet sind. Wird es im kommenden Frühjahr wieder ein gemeinsames Gärtnern von Menschen unterschiedlicher Nationen geben auf dem 800 Quadratmeter großen Naturgrundstück, das ein Coppenbrügger für das Projekt zur Verfügung gestellt hat? Zum Ende des Jahres wird das Projekt „Jugend stärken im Quartier“ auslaufen.

veröffentlicht am 09.07.2018 um 17:31 Uhr

Sabine Lange (mit Kind auf dem Arm) und ihr Mann David Mazurowski möchten das Areal als Außenstelle für ihre geplante Großtagespflege nutzen. Foto: sto
Stolte Christiane

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Christiane Stolte Reporterin
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Wie geht es weiter mit dem interkulturellen Begegnungsgarten „Wurzelwerk“, wenn im Herbst die Früchte geerntet sind, die gemeinsam gekochte Suppe aus Kartoffeln und anderem Gemüse ausgelöffelt ist und die letzten Lieder zur Gitarrenbegleitung verklungen sind?

Wird es im kommenden Frühjahr wieder ein gemeinsames Gärtnern von Menschen unterschiedlicher Nationen geben auf dem 800 Quadratmeter großen Naturgrundstück, das ein Coppenbrügger für das Projekt zur Verfügung gestellt hat? Noch müssen die Fragen unbeantwortet bleiben. Fakt aber ist, dass zum Ende des Jahres das 2017 ins Leben gerufene Projekt „Jugend stärken im Quartier“ ausläuft.

Das könnte das Aus für den Garten bedeuten, denn wer soll sich dann kümmern? Noch wird „Wurzelwerk“ von den Impuls-Mitarbeitern Grete Werbeck und Marco Hellwig betreut. Da Ende des Jahres aber die finanzielle Förderung durch den Landkreis Hameln-Pyrmont ausläuft, wurden in den vergangenen Wochen Ideen für eine Nachnutzung gesucht – und gefunden, teilweise zumindest.

„Der Garten soll als Außengelände von einer Großtagespflege genutzt werden, die derzeit noch aufgebaut wird“, betonte Gemeindebürgermeister Hans-Ulrich Peschka während eines Umsonst-Flohmarkts im Begegnungsgarten.

Die Tagespflege für Kinder im Alter von acht Wochen aufwärts soll vermutlich bereits nach den Sommerferien starten. „Vorausgesetzt, unser Bauantrag ist bis dahin genehmigt“, so die ausgebildete Tagesmutter und Mutter von vier Kindern, Sabine Lange aus Coppenbrügge.

Gemeinsam mit ihrem Mann David Mazurowski möchte sie in den Räumen eines ehemaligen Reisebüros in der Schlossstraße/Ecke Osterstraße eine Großtagespflege einrichten, in der maximal zehn Kinder betreut werden können. Eine pädagogische Fachkraft soll noch eingestellt werden. Obwohl für das Vorhaben bislang nicht geworben wurde, sind die Plätze schon jetzt so gut wie belegt. Ein Elternverein wurde auch schon gegründet.

Da zu den Räumen kein Außengelände gehört, war die Idee entstanden, den Begegnungsgarten für das Spielen im Freien zu nutzen. Auch bei Regen wäre das kein Problem, da auf dem Grundstück ein Bauwagen zur Verfügung steht, der eigens für den Begegnungsgarten aufgestellt worden war. „Die Gemeinde begrüßt das Vorhaben“, sagt Gemeindebürgermeister Hans-Ulrich Peschka.

Politik und Verwaltung werden sich für den weiteren Erhalt des Gartens einsetzen. Dass das Areal als Außengelände für die Tagespflege genutzt werden soll, steht bereits fest. „Gern würden wir auch den Garten behalten, um den Kindern die Möglichkeit zu geben, das Wachsen der Früchte und Pflanzen zu beobachten und gemeinsam zu ernten“, wünscht sich Sabine Lange.

Wer aber soll sich „federführend“ um den Garten kümmern? Pflanzen, ernten und Unkraut jäten? Noch ist alles offen. Der Gemeindebürgermeister beispielsweise hält die Gründung eines Vereins für möglich. Die Grünen aus Coppenbrügge, allen voran Lidia Ludwig und Ludwig Krückeberg, haben den Umsonst-Flohmarkt zum Anlass genommen, um Ideen zu sammeln und mit den Besuchern ins Gespräch zu kommen.

Eine Überlegung war, die Nabu-Ortsgruppe mit ins Boot zu nehmen. Dazu Günter Blötz: „Wir könnten uns in irgendeiner Form in den Garten einbringen, aber nicht an vorderster Stelle, sondern mit diversen Aktionen“, so der Vorsitzende der Nabu-Ortsgruppe Coppenbrügge-Salzhemmendorf. Das müsse er aber erst mit dem gesamten Vorstand besprechen.

„Wer macht mit? Wer hat Ideen, wie es mit dem Begegnungsgarten weitergehen soll?“, fragen nicht nur die Grünen. Nach den Sommerferien soll es eine Gesprächsrunde mit Interessierten geben. Vorab können Coppenbrügger Bürger sich mit ihren Ideen im Rathaus bei Gemeindebürgermeister Peschka melden.



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