weather-image
14°
Bis Oktober will Politik eine Entscheidung fällen

Was wird aus dem Freibad Wallensen?

WALLENSEN. Auch wenn die Diskussion über eine Stunde im Ausschuss für Soziales dauerte, am Ende war man sich einig: Bis Ende Oktober vor den Haushaltsberatungen 2018 wollen die Ratspolitiker ein Ende der jetzt schon fünf Jahre währenden Diskussion. Verwaltung und Politik wollen bis dahin ermitteln, ob der Fortbestand des Freibades Wallensen gefördert und somit erhalten werden kann.

veröffentlicht am 09.06.2017 um 17:25 Uhr
aktualisiert am 09.06.2017 um 19:50 Uhr

Die Zukunft des Freibads Wallensen ist ungewiss. Foto: Archiv/gök
Avatar2

Autor

Christian Göke Reporter
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Im Konzept des Trägervereins sind Kosten für knapp 400 000 Euro für den Erhalt der Wasserfläche und der Technik sowie des Geländes aufgeführt. Eigenmittel von 50 000 Euro und ein von der Kommunalaufsicht als genehmigungsfähig angesehenes mögliches Darlehen für die Gemeinde über 100 000 Euro stehen diesen Kosten gegenüber. Die restlichen Gelder müssen über Zuschüsse generiert werden, wenn das Bad eine Zukunft haben soll. Einig sind sich die Politiker auch, dass das Bad ein Alleinstellungsmerkmal benötigt. Man will im Flecken kein drittes großes Freibad mehr. Die Sole könnte für die Politiker auch touristisch eine tragende Rolle in Wallensen spielen.

Dietmar Müller (Grüne) brachte es stellvertretend für die Mehrheitsgruppe in der Sitzung im Salzhemmendorfer Rathaus auf den Punkt: „Das ist eines von zahllosen Dilemma-Themen. Wir haben ein dringendes Interesse daran, Lebensqualität zu erhalten, es fehlt aber das Geld!“ Der Verein hat in den vergangenen fünf Jahren elf Konzepte erarbeitet und vorgelegt, die überwiegend ohne Unterstützung entstanden sind. Auch wenn sich der Verein dafür ausgesprochen hat, dass die Wasserfläche in der Größe erhalten bleibt, will die Mehrheitsgruppe im Gemeinderat das nicht. Müller betont aber, dass der Verein aufgrund seines Engagements eine Chance verdient habe, dass alle Fördermöglichkeiten für das Freibad geprüft werden müssen. Marcus Flügel (SPD) betonte indes, dass die Wallenser auch die große Wasserfläche favorisieren, weil eine kleine Fläche aufgrund der dann notwendigen Technik kaum günstiger wäre. Eckhard Füllberg (CDU) war in der Diskussion vor allem wichtig, dass man ehrlich zu den Bürgern ist. Aus seiner Sicht ist der finanzielle Spielraum der Gemeinde einfach gedeckelt.

Gemeindebürgermeister Clemens Pommerening befürchtet mit Blick auf mögliche Förderprogramme, dass das Konzept des Vereins zu sehr in die Vergangenheit guckt. „Es wird schwierig, für das Projekt Fördergelder zu bekommen. Das Innovative in dem Konzept fehlt!“



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Mehr Artikel zum Thema
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Kommentare