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SPD beantragt Umgestaltung des verwilderten Thüster Zentrums / Historischer Waggon als Veranstaltungsraum im Gespräch

Was wird aus dem alten Bahnhofsgelände?

Thüste. Vom ehemaligen Bahnhof ist in Thüste nicht mehr viel zu sehen. Ein Prellbock erinnert noch an die Zeit mit regem Bahnbetrieb, wer sich nur ein bisschen Mühe gibt, entdeckt auch mehrere Gleise – nur dort, wo sie die Straße queren und Andreaskreuze Verkehrsteilnehmer warnen. Das gesamte Areal in der Nähe der Straße „Am Kirchsteig“ ist über die Jahre vollkommen verwildert, ein Paradies für Kräuter jeglicher Art. Der SPD ist der Zustand des alten Bahnhofsgeländes ein Dorn im Auge. Die Fraktion hat nun im Ortsrat Wallensen den Antrag gestellt, das Gelände sinnvoll und nachhaltig zu nutzen und gleichzeitig dem historischen Anspruch Genüge zu tun. So sollen zumindest einige Meter Gleis im Bereich des Bahnhofes erhalten bleiben und dort ein historischer Bahnwaggon aufgestellt werden, der mit Infotafeln an die langjährige Nutzung der Strecke zwischen Voldagsen und Delligsen erinnern soll. Ein entsprechender Personenwaggon könnte unter Umständen auch als kleiner Veranstaltungsraum genutzt werden. Die Zubringertrasse zur ehemaligen Brikettfabrik soll dazu als Wanderweg hergerichtet werden. Die dort noch verlaufenden Schienen sind mittlerweile so zugewachsen, dass dort Bäume aus dem Gleisbett sprießen und so mancher Anwohner das Gelände zur Lagerung von Grünabfällen nutzt. Laut SPD ist zur Realisierung der Pläne aber die ehrenamtliche Mithilfe von Thüster Bürgern unter Einbindung der örtlichen Vereine erforderlich, hier zum Beispiel des Vereins DorfKulTour. Die Gemeindeverwaltung soll zudem die Fördermöglichkeiten für ein solches Projekt abklopfen. Über den Antrag wurde kontrovers diskutiert. Wulf Osterwald (Aktive Bürger) etwa sieht keine Notwendigkeit für einen solchen Waggon und auch Christiane Stichweh (Grüne) hält die Idee eines Waggons zwar für nett, aber nicht sinnvoll. Schon allein die Begehbarkeit wäre zum Beispiel für Senioren schon mit Schwierigkeiten verbunden. Jens Kottlarz (Aktive Bürger) wünscht sich, dass erst einmal die Priorität auf den Radwanderweg gelegt wird, dessen erstes Teilstück zwischen Weenzen und Thüste bereits fertiggestellt ist. Eine Weiterführung auf der ehemaligen Bahntrasse in Richtung des Bahnhofs Levedagsen wäre hier aus seiner Sicht wünschenswert. Marita Schütte (CDU) befand, dass man zunächst die ehrenamtliche Bereitschaft für ein solches Projekt in Thüste abklopfen solle. Schließlich einigte man sich darauf, im Spätherbst in Thüste ein Treffen mit einer Befragung zu organisieren, um das von der SPD angeregte Projekt auf breiterer Basis zu diskutieren.

veröffentlicht am 24.09.2014 um 21:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 05:41 Uhr

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Autor:

Christian Göke


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