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Das Dorfgemeinschaftshaus in Levedagsen soll grundlegend saniert werden

Warten auf Gelder der EU

SALZHEMMENDORF / LEVEDAGSEN. Schon seit 17 Jahren ist der Verein „Dorfgemeinschaft Levedagsen“ der Betreiber des Dorfgemeinschaftshauses (DGH) in Levedagsen. Jetzt soll es aufwendig saniert werden – allerdings sind noch einige Hürden zu überwinden.

veröffentlicht am 19.12.2017 um 16:15 Uhr

Das Dorfgemeinschaftshaus in Levedagsen gilt baurechtlich immer noch als Schule. Foto: ms
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Wolfhard F. Truchseß Reporter
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Als es in diesem Jahr darum ging, das Gebäude im Rahmen eines Leader-Projekts zu sanieren, um eine nachhaltige Nutzung zu gewährleisten, stellte sich zur Überraschung aller an der Planung Beteiligten allerdings heraus, dass dazu erst einmal eine Änderung des Bebauungsplanes erforderlich ist. Denn das Gebäude ist baurechtlich immer noch eine Schule. Der entsprechende Antrag zur Umwidmung liegt bereits beim Landkreis, ist aber noch nicht genehmigt. Auch der Antrag auf EU-Fördergelder für die Sanierung des ehemaligen Schulgebäudes liegt noch beim Amt für regionale Landesentwicklung in Hildesheim und harrt seiner Bewilligung, wie dem Ortsrat von Salzhemmendorf auf seiner jüngsten Sitzung im Ratskeller in Salzhemmendorf von der Verwaltung des Fleckens mitgeteilt wurde.

Im Wintersemester 2015/2016 hatte eine Gruppe Studierender der Leibnitz-Universität Hannover vom Studiengang Landschaftsarchitektur und Umweltplanung eine Projektarbeit zur Dorfentwicklung in Levedagsen erarbeitet. Dabei wurden nach Angaben der Fleckenverwaltung unter intensiver Einbindung der Dorfbevölkerung Gestaltungsvorschläge auch für das Dorfgemeinschaftshaus erarbeitet und zur Förderung im Rahmen einer Leader-Maßnahme angemeldet.

Nach Darstellung der Verwaltung sind für das Gebäude die folgenden Maßnahmen zur Instandsetzung, energetischen Sanierung, den Brandschutz und einen barrierefreien Zugang vorgesehen: Die komplette Erneuerung der Heizungsanlage, der Austausch sämtlicher Fenster, die Sanierung der veralteten Elektroleitungen, eine Akustikdecke, um auch bei lauteren Feiern im DGH die Nachbarschaft vor Lärmbelastungen zu schützen, Brandschutztüren und eine Brandschutzwand, die Installation einer zweiten Ausgangstür, um einen zweiten Rettungsweg herzustellen, umfangreiche Außenarbeiten, ein barrierefreier Zugang mit einer acht Meter langen Rampe sowie eine Innenausstattung mit vier Sitzbänken und zwei Vierertischen.

Die Gesamtkosten für diese Maßnahmen schätzt die Verwaltung auf rund 70 000 Euro. Auf 38 500 Euro dieser Summe beläuft sich dabei die Förderung durch EU-Mittel; mit weiteren etwa 25 000 Euro rechnet Gemeindebürgermeister Clemens Pommerening vonseiten des Landes Niedersachsen, weil Salzhemmendorf aufgrund seiner Finanzschwäche Bedarfszuweisungen aus Hannover erhält und damit Anspruch auf Sonderzuweisungen hat. Den größten Brocken bei den Sanierungskosten schluckt dabei die Heizungsanlage mit voraussichtlich 14 300 Euro.

Die Fenstererneuerung dürfte danach auf rund 9500 Euro kommen, die Innenausstattung auf 8300 Euro. Für den Brandschutz hat die Verwaltung 7400 Euro einkalkuliert, für den barrierefreien Zugang inklusive eines Geländers weitere 11 300 Euro. Auf eine nur etwas geringere Summe kommen die Außenarbeiten mit rund 10 700 Euro. Den Rest verschlingen die Elektroarbeiten, die Akustikdecke und die Kosten für die Baustelleneinrichtung.

Wann mit den Arbeiten begonnen werden kann, ist noch offen. „Dazu muss erst die Änderung des Bebauungsplanes genehmigt sein und die Bewilligung aus Hildesheim vorliegen“, berichtete Bürgermeister Pommerening dem Salzhemmendorfer Ortsrat. Sobald beides vorliege, könne die Ausschreibung erfolgen. Ortsbürgermeister Karsten Appold hofft darauf, dass die Bauarbeiten bis zum 30. Juni 2018 abgeschlossen sind. „Und dann sollten wir ein schönes Dorfgemeinschaftshaus in Levedagsen haben.“

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