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Bushäuschen schützt Fahrgäste bei Wind und Wetter / Ausschließlich durch ehrenamtliche Arbeit entstanden

Warten an der Haltestelle jetzt kein Problem mehr

Harderode (ist). Sie geht jeden Morgen so um zehn nach sieben zu Hause los, erzählt Malin (9) und stellt ihren Ranzen zufrieden an den noch leeren Straßenrand gleich neben dem Bushaltestellenschild. „Da bin ich meist die erste und kann mir dann den besten Platz im Bus aussuchen.“ In Zukunft allerdings wird sie möglicherweise Konkurrenz bekommen, denn Julien (6) beschließt wenig später, ab morgen schon um sieben loszugehen – denn längeres Warten an der Harderoder Bushaltestelle auch bei Wind und Wetter ist seit einigen Tagen kein Problem mehr. Gestern wurde das Bushäuschen direkt am Spielplatz eingeweiht, das auf Elterninitiative in Absprache mit der Verwaltung und ausschließlich durch Finanzierung und Muskelkraft ehrenamtlicher Helfer des Vereins für Jugend und Kultur e.V. im Januar gebaut wurde und an dem jetzt letzte Hand angelegt worden war. Schlichte Baumarktfunktionalität mit Brett und Klarsichtfolie unter Dachpappe statt hohem Öffi-Qualitätsstandard, dafür aber mit viel Väterherzblut. Ein guter zweiter Schritt zu mehr Sicherheit für derzeit bis zu 19 Schulkinder, die allmorgendlich auf den Grundschulshuttle warten. Bereits vor zwei Jahren war die Bushaltestelle nach Bürgergesprächen und auf Initiative von Holger Scheibe von der gefahrenträchtigen Durchgangshauptstraße zum ruhig gelegenen Spielplatz verlagert worden. Zu Beginn dieses Jahres präsentierte Dirk Vahlbruch in Ort und Verwaltung die Idee vom Wartehäuschen Marke „Harderoder Eigenbau für unsere Kinder“, die schon beim Spielplatzbau großes Engagement bewiesen hatte. Hundert Prozent Zustimmung auf beiden Seiten – beleidigt sei die Verwaltung nicht gerade gewesen, schmunzelt Peter Stockmanns, der als Fachmann und Rentner mit im Team war. Nach einer Woche stand der Pavillon von Horst Busse unter Mithilfe auch von Rüdiger Döhring sowie Reinhard und Helmut Schrade als Vereinsvorsitzendem – das sei eben der Vorteil von Harderoder Engagement und Spontaneität gegenüber Öffibauten, sind sich die Männer einig. Der verlange insbesondere am Rand der Gemeinde nicht eben selten Geduld ab, auf die insbesondere die Kinder nicht warten könnten. Für Bürgermeister Hans-Ulrich Peschka und Bauamtsleiter Jürgen Krückeberg ein weiteres willkommenes, finanzielles Bushaltestellen-Nullsummenspiel für die Haushaltskasse. Investitionen im Jahr 2012 von knapp 500 000 Euro für neue Bushaltestellen der Öffis in den Ortsteilen (wir berichteten) werden anteilig von Land und Landkreis finanziert ohne Belastung des Fleckenhaushaltes. Dazu gehören in diesem Jahr folgende Haltestellen: Coppenbrügge Schule, Brünnighausen Mitte, Herkensen Mitte (beidseitig), Dörpe Lindenplatz (Richtung Coppenbrügge) und Bessingen Am Anger (Richtung Behrensen). Ebenfalls noch in diesem Jahr rechnet Peschka mit neuen Bushaltestellen in Harderode Mitte an der Hauptstraße. „Für die Haltestelle am Spielplatz könnte es Ende 2012/Anfang 2013 so weit sein.“

veröffentlicht am 10.03.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 15:21 Uhr

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Mehr Sicherheit für derzeit bis zu 19 Schulkinder bietet das neue Bushäuschen, das gestern eingeweiht wurde.

Foto: ist



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