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Traditionsveranstaltung lockt zum Rittergut / Ausrichter suchen verzweifelt nach neuer Führungsspitze

War dies das letzte Erntedankfest?

Bisperode. Auf den ersten Blick ist es eine Veranstaltung wie viele andere auch – mit Musik, Imbiss- und Getränkeständen sowie Aktionen für Kinder. Das Ambiente jedoch gibt dem Erntedankfest des Heimatbunds und des Vereins für „Historische Landtechnik“ eine besondere und individuelle Note. Mit Hunderten von Besuchern wird nämlich Jahr für Jahr auf dem Rittergut Bisperode gefeiert. Längst ist die Veranstaltung kein Geheimtipp mehr. Die Produkte aus eigener Herstellung locken nicht nur viele Stammkunden, sondern jedes Mal auch „Neulinge“, die wert legen auf die Marke „Aus der Region – für die Region“. Nicht anders war es beim „25. Erntedankfest“ am gestrigen Sonntag.

veröffentlicht am 07.10.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 03:41 Uhr

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Autor:

Christiane Stolte
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Bereits eine Stunde nach Eröffnung des Festes herrschte am Stand des Landfrauenvereins Bisperode „gähnende Leere“, denn in Windeseile waren die 56 Herbstkränze, gebunden von 17 Landfrauen, ausverkauft „Der Wunsch der Kunden nach Gestecken aus Naturmaterialien wird immer größer“, hat Susanne Müller, die Vorsitzende, festgestellt. Aber auch die Kartoffelpuffer aus Kartoffeln und Zwiebeln, Marke Eigenanbau der örtlichen Landwirte, gingen weg wie „warme Semmeln“. Und auch die Kürbissuppe aus heimischem Hokkaido war ruckzuck ausgelöffelt. Selbst gestrickte Strümpfe, Holz- und Glasarbeiten, Liköre, Marmeladen und Blätterbilder aus Hobbywerkstätten rundeten das hausgemachte Angebot ebenso ab wie die herrlich duftenden handgesiedeten Seifen von Britta Wytrykusch aus Bisperode. Viele schöne Dinge, die besonders bei den Besucherinnen gefragt waren.

Die männlichen Besucher zog es indes zum Haferdreschen mit einer alten Dreschmaschine, zum Kunstschnitzen mit der Motorsäge oder zu einer Ausstellung alter Traktoren und Landmaschinen, die der Verein für „Historische Landtechnik Bisperode“ und befreundete Schleppervereine präsentierten. „Da werden Erinnerungen an die Kindheit wach“, freute sich Friedrich Becker aus Bisperode.

Dafür, dass das Erntedankfest nächstes Jahr stattfinden wird, gibt es derzeit noch keine Garantie. Ralf Semke nämlich, seit 25 Jahren Vorsitzender des Heimatbundes und Mitinitiator des Erntedankfestes, will in der nächsten Jahreshauptversammlung im März sein Amt niederlegen. „Jüngere sollen ran“, betont er. Noch hat sich aber kein Nachfolger gefunden. „Wir suchen händeringend“, appelliert Christa Beckmann, die stellvertretende Vorsitzende. Sollte sich niemand finden, müsste der Verein aufgelöst werden. Somit wäre das Erntedankfest in Gefahr. „Wir werden alles dransetzen, dass das nicht passiert“, betont Semke.

2 Bilder
Bernd Tietjen gestaltet Kunst mit der Motorsäge.

Eine Bildergalerie gibt es im Internet unter:

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