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Jazz in Eggersen vor dem Aus

War das der letzte Frühshoppen?

DOMÄNE EGGERSEN. Zum Jazzfrühschoppen auf der Domäne Eggersen stimmte noch einmal alles – trocken, Sonne und Temperaturen um die 24 Grad, was will man mehr. Es schien, als hätte man Petrus gesteckt, dass der 16. Jazzfrühschoppen auch der letzte sein würde.

veröffentlicht am 18.06.2017 um 17:48 Uhr
aktualisiert am 20.06.2017 um 14:10 Uhr

„Es wäre schade, wenn es nicht mehr weiterginge“ – darin sind sich Besucher und Musiker einig. Foto: gs

Autor:

Günther Spätlich
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„Der Kulturförderkreis Salzhemmendorf steht vor der Auflösung, es hat sich niemand gefunden, der ihn weiterführen will. Ich kann es den meist älteren Mitgliedern des Vereins nicht verdenken, wenn sie die vielen Anstrengungen der Veranstaltung in jüngere Hände abgeben wollen – allein: es hat sich niemand angeboten“, meint Ernst-August Bremer, noch-Vorsitzender des Kulturförderkreises.

So schwang denn bei den vielen Besuchern, wieder war der Park der Domäne Eggersen bis zum Rand gefüllt, auch ein kleiner Wermutstropfen mit. Die Kommentare lauteten entsprechend: „Diese Veranstaltung muss unbedingt weitergeführt werden. Wir sind auch guter Dinge, dass es irgendwie weitergeht“, meint das Ehepaar Koops aus Salzhemmendorf. Auch Sigrid Wolf aus Osterwald und Eckhard Füllberg aus Ahrenfeld sind gleicher Meinung: „Wir sind seit vielen Jahren hier immer gern hingekommen, haben ein paar schöne Stunden mit Klönen und Musik lauschen verbracht und wären traurig, wenn es den Jazzfrühschoppen nicht mehr geben würde“.

Die Beliebtheit des Jazzfrühschoppens kann man auch an den Nummernschildern auf dem Parkplatz ablesen. Nicht nur Hamelner Schilder sind zu sehen, es geht auch weit über die Region hinaus. Auch die „Profis“ von der Hameln Coffee-House-Jazzband würden eine Fortführung der Veranstaltung begrüßen. „Wir sind ja schon weit rumgekommen, allein hier waren wir bereits fünf Mal – stark beeindruckt hat uns hier immer, wie viele freiwillige Helfer sich finden, um so etwas auf die Beine zu stellen. Es wäre ganz schade, wenn es nicht mehr weitergeht, schön wäre eine Alternative“, so Alfred Finke, Leiter der Band, die diesmal mit Viktor Ola aus Ungarn sogar Unterstützung an der Geige mitgebracht hat. Betrachtet man den Jazzfrühschoppen jetzt schon einmal im Rückblick, so sind fast nur positive Erinnerungen dabei. Schnell wurde diese Veranstaltung zu einem „Highlight“ des gesamten Veranstaltungskalenders des Fleckens. Zwanglos und lustig ging es zu – viele stimmten sich hier noch einmal fröhlich auf die Ferienzeit ein. Der stetig zunehmende Besucherzuspruch sprach schon allein für sich. „Oft übersieht man aber, wie viel Arbeit in solch einer Veranstaltung steckt, an was alles gedacht und besorgt werden muss. Und vieles hängt auch vom Wetter ab. Ohne die logistische Unterstützung des Heimat- und Verkehrsvereins Salzhemmendorf wäre der Frühschoppen nicht möglich gewesen,“ so noch einmal Ernst-August Bremer. Die Frage, wie wird es weitergehen, bleibt aber akut. Von der Familie Bremer, Besitzer der Domäne Eggersen, ist zu hören, dass sie einer ähnlichen Veranstaltung sicher nicht im Wege stehen würde, in Absprache mit ihr wäre sicher etwas zu machen.

„Es wäre schade, wenn es nicht mehr weiterginge“ – darin sind sich Besucher und Musiker einig.Foto: gs
  • „Es wäre schade, wenn es nicht mehr weiterginge“ – darin sind sich Besucher und Musiker einig.Foto: gs

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