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Beschilderung soll helfen

Wanderparkplatz nach Weg-Verlegung kaum noch genutzt

SALZHEMMENDORF. Der Salzhemmendorfer Rainer Hinze ärgert sich über den Wanderparkplatz oberhalb der Charlottenburg am Steinbruch. Seit der Verlegung des Wanderweges werde der Parkplatz nicht mehr genutzt. Das träfe auch auf manche Strecke zu. Kann das gut sein für den Tourismus? Ein Beschilderung soll helfen.

veröffentlicht am 17.04.2019 um 15:56 Uhr

Der Wanderweg verläuft unterhalb des Steinbruchs entlang des künstlich geschaffenen Hügels wieder Richtung Waldrand. foto: gök
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Christian Göke Reporter
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„Auf dem Parkplatz habe ich ewig kein Auto mehr gesehen. Seitdem der Weg umgelegt wurde, wird der Parkplatz einfach nicht mehr genutzt“, so Hinze. Vor einigen Jahren wurde der Steinbruchbereich für den Abbau erweitert, um die damals vorhandenen Arbeitsplätze für viele weitere Jahre zu sichern.

Aufwendig wurde dafür der Wanderweg um einen neugeschaffenen Hügel herumgeführt, was aber für Wanderer oder Fahrradfahrer nicht sehr attraktiv ist. „Der Weg geht zunächst steil bergab und dann langgezogen wieder bergauf und ist zudem auch nicht sehr ansprechend“, ärgert sich Hinze.

Hinze schätzt, dass vermutlich viele Wanderer den Parkplatz aufgrund dieses Umweges nicht anfahren. Auch die Nutzung der Wegverlängerung Richtung Levedagsen hat durch den Umweg aus seiner Sicht stark nachgelassen. Besonders die Möglichkeit, zum Lönsturm zu wandern, vermisst der Salzhemmendorfer. „Es gibt zwar noch den schönen Wanderweg vom Bogshorn zum Lönsturm, doch dieser Wanderweg ist gerade für ältere Menschen wie mich sehr schwierig zu gehen“, so Hinze.

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Tore und Verbotsschilder verhindern, dass ein Weg durch den Steinbruch genutzt werden kann.- foto: gök

Hinze bedauert aber auch, dass mittlerweile viele Wanderwege nur noch schwierig zu erreichen sind. So hat aus seiner Sicht die öffentliche Wegenutzung in den letzten Jahren sehr abgenommen. „Viele Straßen sind nur noch für die Forst- oder Landwirtschaft zugänglich. Der Tourismus muss aber richtig angegangen werden, damit die Natur hier wieder zugänglich wird!“

Der Salzhemmendorfer wünscht sich, dass vielleicht auch neue Wanderparkplätze angelegt werden. An den Salzhemmendorfer Fischteichen oder in Höhe des Rasti-Landes hält er solche für sinnvoll.

Weiter hofft er auch, dass nach dem Aus des Rheinkalk-Werks in Salzhemmendorf wieder ein Wanderweg durch den Steinbruch möglich wird. Dieser Hoffnung erteilt Bürgermeister Clemens Pommerening auf Nachfrage aber eine Absage. „Der Steinbruch ist nur ruhend gestellt. Es wird dort weiter abgebaut, wenn auch nur sehr wenig. Damit will man die Abbaurechte erhalten“, erklärt Pommerening. Das Problem mit den Wanderparkplätzen sei ihm bewusst, Lösungsmöglichkeiten aber rar gesät

Ein neuer Wanderparkplatz am Steinbruch kann aufgrund von nicht gemeindeeigenen Flächen nicht angelegt werden. Im Rahmen einer Leader-Maßnahme will man aber die Beschilderung verbessern und die vorhandenen Wanderparkplätze so weiter in den Fokus rücken.

Ein Problem ist auch die Zuwegung zum Wanderparkplatz auf dem Ith-Kamm oberhalb von Lauenstein. Hier sind bauliche Maßnahmen aufgrund des Naturschutzes derzeit nicht möglich. „Daher bitten wir in unseren Ankündigungen auch darum, Wanderungen auf den Ith-Kamm aus dem Ort zu beginnen“, so Pommerening. Gerade zur Lerchenspornblüte ist auf dem Ith-Kamm an manchen Tagen ein kleines Parkchaos zu beobachten. Pommerening hofft, dass durch eine bessere Ausstattung und Ausschilderung die vorhandenen Wanderparkplätze in der Gemeinde zukünftig vielleicht besser angenommen werden.



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