weather-image
24°
Politik will Dorfentwicklung mit Fördermitteln vorantreiben

Wallensen soll Zukunft haben

WALLENSEN. In der Sitzung des Ortsrates Wallensen waren die Ratsmitglieder nach dem Beschluss zur Schließung des Freibades betroffen. „Es kann nicht sein, dass Einrichtung für Einrichtung verloren geht. Das war damals nicht Sinn und Zweck der Gebietsreform“, erklärte Ortsbürgermeister Karl-Heinz Grießner (SPD).

veröffentlicht am 29.11.2017 um 13:42 Uhr
aktualisiert am 29.11.2017 um 15:30 Uhr

In Wallensen stehen einige Immobilien zum Verkauf. Foto: gök
Avatar2

Autor

Christian Göke Reporter
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Schon vor der Sitzung hatte sich der Ortsrat zusammen mit einigen Vereinsvertretern mit der Zukunft der Ortschaft Wallensen einschließlich der Ortsteile Thüste und Ockensen beschäftigt. In einer Arbeitsgruppe wurde diskutiert, wie man die Dorfentwicklung maßgeblich verbessern kann. Im Gemeindehaushalt waren ursprünglich 100 000 Euro bereitgestellt worden, um das Freibad Wallensen zu unterstützen, was schließlich nicht ausreichte. Grießner und die anderen Ortsratsmitglieder hoffen nun, dass diese Finanzmittel nun dafür sorgen könnten, dass die Dorfentwicklung in Wallensen vorangetrieben werden kann.

Dazu wird der Ortsrat in Kürze ausgewählte Bürger zu einer Arbeitsgruppe einladen, wo man sich mit der Zukunft der Ortschaft und aller Ortsteile beschäftigen will. In der Sitzung wurde den Ortsratsmitgliedern und den anwesenden wenigen Zuhörern eindrucksvoll aufgezeigt, wieviel Leerstand und Ein-Personenhaushalte es alleine im Ortskern von Wallensen gibt. „Nach der Schließung des Ratskellers fehlen Orte, wo man sich treffen kann. Auch gibt es einen Mangel an Klein- und Singlewohnungen oder alternativen Wohnformen wie etwa betreutem Wohnen. Für infrastrukturelle Maßnahmen könnte man sicherlich Zuschüsse über 500 000 Euro bekommen. Wenn es die Möglichkeit gibt, würden die Menschen im Alter vielleicht auch hier bleiben“, stellte der Ortsbürgermeister in Aussicht.

Der Ortsrat sprach sich jetzt einstimmig dafür aus, dass die Arbeitsgruppe Dorfentwicklung mit bis zu 15 Personen gebildet wird. Die Arbeitsgruppe soll dabei von einer Fachkraft begleitet und aktiv von der Verwaltung unterstützt werden. Ziel ist es, dass die Arbeitsgruppe bis zum 31. März 2018 konkrete Vorschläge für den Erhalt und die Förderung der Infrastruktur erarbeitet und danach in einer Bürgerversammlung vorstellt. Hintergrund des ambitionierten Zeitplans ist es, dass bis zum September 2018 Förderanträge beim Land Niedersachsen gestellt werden müssten, um in den Genuss von mehreren Förderprogrammen zu kommen. „Wenn der Zeitplan nicht klappt, verliert man anderthalb Jahre“, stellte Grießner klar.

Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Mehr Artikel zum Thema
Weiterführende Artikel
    Anzeige

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Kommentare