weather-image
11°

Debatte über Umbauten für inklusive Schule in Salzhemmendorf

Vorsorglich gibt es Treppenlifte

Salzhemmendorf (sto). Nach den Sommerferien soll auch die Grundschule Salzhemmendorf als Schwerpunktschule für den inklusiven Unterricht in den Förderbereichen geistige, körperliche und motorische Entwicklung sowie Hören und Sehen ausgewiesen werden. Die Einführung inklusiver Schulen war im vergangenen Jahr vom Niedersächsischen Landtag verabschiedet worden. Allen Schülern, ob mit oder ohne Behinderung, soll ein gemeinsames Lernen ermöglicht werden. Zur Umsetzung sind bauliche Maßnahmen und entsprechende Ausstattungen erforderlich, die Barrierefreiheit schaffen und einen gleichberechtigten Unterricht garantieren. Sie sollen bis spätestens Mitte 2018 stufenweise umgesetzt werden. Bei Bedarf schon früher. Auch in der Grundschule Salzhemmendorf müssen die Voraussetzungen geschaffen werden.

veröffentlicht am 11.02.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 19:21 Uhr

270_008_6171196_lkcs102_0902.jpg
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Die Verwaltung des Fle-ckens Salzhemmendorf emp-fiehlt, die Schuleingänge umzugestalten und Treppenlifte einzubauen. Für die Erneuerung des Zugangs zum Untergeschoss sind im Haushaltsplanentwurf für das Jahr 2013 bereits Mittel beantragt. Für den Haupteingang vom Schulhof müsste eine Rampe geschaffen werden. Die Kosten dafür betragen etwa 5000 Euro. Für den Einbau von Treppenliften werden die Kosten auf etwa 50 000 Euro geschätzt. Auch im sanitären Bereich sind Umbaumaßnahmen erforderlich. Da die Sanitärräume im Zuge der Umgestaltung des Untergeschosses bereits hergestellt sind, müssten nur noch sanitäre Objekte installiert werden. Die Kosten für diese Maßnahme werden von der Verwaltung auf rund 3000 Euro beziffert. Darüber hinaus sollen speziell für den Bereich Hören und Sehen die zu schaffenden Voraussetzungen den individuellen Bedürfnissen angepasst und entsprechende Akustik- und Beleuchtungsmaßnahmen getroffen werden. Ein Mittelbedarf könne für die Umsetzung der Maßnahmen nicht geschätzt werden, heißt es in der Vorlage der Verwaltung.

Dass die Grundschule Salzhemmendorf als Schwer-punktschule für den inklusiven Unterricht ausgewiesen werden soll, wurde im Ausschuss für Bildung einstimmig befürwortet. Die Kommunalpolitiker wünschen sich jedoch von der Verwaltung umfassendere Angaben. „Eine detaillierte Planung muss her“, appellierte Karl-Heinz Grießner (SPD). Die Vorlage sei zunächst nur richtungsweisend. Es müsse konkret darüber nachgedacht werden, ob tatsächlich Treppenlifte installiert werden sollen oder ob es Alternativen gäbe, die auch Kindern im Rollstuhl ermöglichen, in die erste Etage zu gelangen. Er persönlich sei kein Freund von Treppenliften. Auch Helmut Schmiedekind (Grüne) wollte wissen, ob Treppenlifte nötig seien. „Sie sollen vorsorglich eingebaut werden, damit sie bei Bedarf vorhanden sind“, erläuterte Andreas Hillmer von der Gemeindeverwaltung.

Was möglich ist und was nicht, soll mit einer Machbarkeitsstudie ermittelt werden. „Vorgesehen ist, dass sie im April vorliegen soll“, erläuterte Manfred Roth, der Ausschussvorsitzende. Marita Schütte (CDU) appellierte, in die Planung alle Eventualitäten mit einzubeziehen, um bei Bedarf gut gerüstet zu sein.

Auf Anfrage von Thomas Hampe (Aktive Bürger), mit wie vielen Kindern zu rechnen sei, erläuterte Grießner, er gehe von fünf bis sechs Kindern jährlich aus, die in irgendeiner Form in ihrer körperlichen oder geistigen Entwicklung beeinträchtigt seien. Grießner ist Vorsitzender des Trägervereins „Kindergarten Stoppelhopser“ in Wallensen, in dem derzeit 16 Integrationsplätze eingerichtet sind.

„Ist eine Schwerpunktschule ausreichend für den Flecken Salzhemmendorf?“ wollte Hampe wissen. Roth beantwortete diese Frage mit einem Ja. In Salzhemmendorf und Oldendorf werden bereits Kinder mit dem Förderbedarf Hören und Sehen beschult.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2019
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Weiterführende Artikel
    Anzeige

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Kommentare
    Kontakt
    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt