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Land sagt Förderung zu: Harderode bekommt zwei Rückhaltebecken zum Schutz vor Hochwasser

„Von allen Beteiligten gab es Zustimmung“

Harderode (ist). Das Thema Hochwasserschutz begleitet den Flecken Coppenbrügge und insbesondere die Harderoder seit Jahrzehnten. „In konstruktiven Gesprächen haben wir jetzt einen Weg gefunden, der zumindest die erste große Welle eines Hochwassers in Harderode durch gedrosselten Wasserabfluss aufhalten kann“, verkündete Bürgermeister Hans-Ulrich Peschka im Ortsrat Bisperode. Endlich habe das Land volle Förderung zugesprochen – dem Flecken bleibe nur ein minimaler Anteil.

veröffentlicht am 04.12.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 23:41 Uhr

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Zum Sachstand der Planung berichtete Diplom-Ingenieur Dr. Michael Franke. „Von der westlichen Seite kommt die Harderode von der Hasselburg, von der östlichen die Ilse vom Ith“, erläutert der Experte die Ausgangssituation. Beide Gewässer leiteten aus fast gleich großen Einzugsgebieten das Wasser in die Ortschaft, in eine Talendlage mit versickerungsarmen Böden. „Dort, wo beide rechtwinklig aufeinandertreffen, entsteht eine ausgesprochen ungünstige Situation, die zu enormem Energieverlust mit entsprechendem Aufstaueffekt führt.“ Die Planung habe daher verschiedene Standortmöglichkeiten für Rückhaltebecken erarbeitet, untersucht und gewichtet. Als finanzierbar und besonders geeignet, so Franke, seien zwei Standorte im Bereich der Harderode zur Rückhaltung des Wasserabflusses in der groben Vorplanung. Das Wasser soll über querende Barrieren mit beidseitiger Verböschung, einer Dammhöhe von voraussichtlich drei Metern, und anschließend durch eine Drosselverrohrung durch den Ort geführt werden. Zusätzliche Schwellen sollen im Falle des Überlaufs einen kontrollierten Abfluss garantieren. „Wir wollen keine Talsperren bauen“, so Franke, „sondern bewegen uns in der Größenordnung von Kleingartenparzellen, begrünt, optisch ähnlich wie Deichanlagen.“ Die Größe der Becken werde nach der weiteren Entwurfsplanung entschieden. Gerechnet wird mit einem Volumen von etwa 12 000 bis 15 000 Kubikmetern für das größere, nordwestlich der Bebauung „An den Eichen“ geplante Becken und etwa 8000 Kubikmeter für das kleinere Becken westlich der Bebauung am „Römbrink“, geplante Becken. Bei den Rückstauflächen handelt es sich nach Auskunft von Bauamtsleiter Jürgen Krückeberg zum großen Teil um Weideflächen. Grundstücksschädigungen seien somit nicht zu erwarten. Eine Information der betroffenen Grundstückseigentümer habe stattgefunden. Krückeberg: „Von allen Beteiligten gab es Zustimmung.“ Zur schriftlichen Einverständniserklärung seien die Eigentümer jetzt vom Flecken angeschrieben worden. „Das Ingenieurbüro kann nun mit der Ausführungsplanung und den Berechnungen beginnen.“

Der Flecken rechnet mit 264 000 Euro Kosten für die Rückhaltebecken, inklusive der Planung. Bürgermeister Peschka geht davon aus, dass die Arbeiten im Jahr 2014 abgeschlossen sein werden. „Voraussetzung hierfür ist jedoch die finanzielle Bereitstellung durch das Land.“



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