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Für jeden Geschmack etwas dabei: Szenische Lesung von „Unser Dorf liest“ mit literarischen Leckerbissen

Vom Schlemmerlied bis zu Kaminers „Küche totalitär“

Marienau (sto). Ein mehrgängiges Menü mit Schlemmereien vom Feinsten ohne Kalorien hatte „Küchenmeister“ Ernst Wöbbeking für die szenische Lesung „Sei mir gegrüßt, mein Sauerkraut“ zusammengestellt und am Sonntagnachmittag in der St.-Marien-Kapelle mit Unterstützung von „Unser Dorf liest“ und der Dorfgemeinschaft Marienau zu Tisch gebeten.

veröffentlicht am 10.02.2009 um 18:44 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 13:21 Uhr

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Die Gästeschar war so groß, dass neben die Kirchenbänke noch einige Stühle gestellt werden mussten. Zwei Stunden lang wurden die 100 Besucher dann bestens bedient mit literarischen Leckerbissen, die ihnen sieben Akteure servierten. Die „Speisekarte“ war gefüllt mit humorvollen und skurrilen Geschichten von Schriftstellern aus acht Jahrhunderten.

Angefangen im 13. Jahrhundert mit dem „Schlemmerlied“ des Minnesängers Steinmar und endend mit Autoren aus der heutigen Zeit wie Jan Weiler („Essen und Trinken wie im Paradies“), Wladimir Kaminer („Küche totalitär“) oder Mark Spörrle und seiner Geschichte von der hartnäckig verteidigten Speisekarte.

Ob salzige Heringe des Autors Heinrich Seidel, Kartoffeln (Günter Eich), ein guter Braten (Wilhelm Busch), Pudding (Joachim Ringelnatz) oder „gestovte“ Kastanien mit grünem Kohl und Schweinskopf, wie ihn Heinrich Heine in seinem Versepos „Deutschland, ein Wintermärchen“ altgermanisch aufträgt – an jeden Geschmack war gedacht. Einen starken Kaffee servierte Eugen Roth, und den Kognak dazu lieferte Rudolf Hagelstange mit seiner humorvollen Geschichte „Die Kognakschlacht in Moskau“. Mit seinen Benimmregeln achtete Hans Sachs (1494–1576) auf eine angemessene „Tischzucht“.

Auch eine kleine Überraschung hatte der „Küchenmeister“ in seinen Speiseplan eingearbeitet – eine masurische Geschichte von Siegfried Lenz, die, wie immer bei „Unser Dorf liest“, Waldemar Büchert köstlich mit teilweise ostpreußischem Dialekt vortrug.

Das Mahl mit den sieben Akteuren, noch zu nennen sind Roswitha und Gerd Godt, Ingeborg Wöbbeking, Doris Lücke und Kurt-Manfred Lemcke, hat den Gästen hervorragend gemundet, wie der anhaltende Applaus bewies.

Die Akteure (von links): Gerd Godt, Roswitha Godt, Ingeborg Wöbbeking, Ernst Wöbbeking, Waldemar Büchert, Doris Lücke und Kurt-Manfred Lemcke.

Foto: sto



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