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Ratsmitglied Thorsten Kellner kritisiert finanzielle Beteiligung an Krippen und Kitas

„Vom Landkreis kommt zu wenig“

Coppenbrügge. Es wird eng mit Krippenplätzen für Kinder unter drei Jahren in Coppenbrügge. Der Rat des Fleckens hat deshalb der Erweiterung der Plätze und Sonderöffnungszeiten im Kindergarten Peter und Paul in Bisperode zugestimmt. In der Diskussion waren allerdings andere Aspekte das dominierende Thema.

veröffentlicht am 17.10.2014 um 20:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 04:21 Uhr

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Autor:

von christoph Boßmeyer
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Barbara Fahncke (SPD) nutzte die Gelegenheit, um noch einmal die Situation in der Bisperoder Kindertagesstätte hinsichtlich der Haushaltsführung anzusprechen. „Es kann nicht sein, dass Erzieherinnen ihre Zeit mit Ein- und Ausräumen des Geschirrspülers verbringen“, sagte Fahncke. Dafür seien die Fachkräfte einfach zu teuer. Bei einem Ortstermin in der Kita sei den Ratsmitgliedern wohl auch aufgefallen, dass der vorhandene Geschirrspüler sehr lange brauche. Fahncke brachte den Vorschlag ein, ob nicht zumindest eine schnellere Maschine angeschafft werden könne. Von Thorsten Kellner (CDU) waren dazu lobende Worte zu hören, dass „die Opposition endlich mal vorschlägt, Geld auszugeben. Das war nicht immer so“.

Im Anschluss entwickelte sich die Diskussion zur Grundsatzdebatte. Von Kellner war zu hören, dass finanziell „vom Landkreis viel zu wenig“ komme. Wer bezahle beispielsweise die dritte Krippenkraft, die ab dem kommenden Jahr Pflicht wird? Der Kostenblock der Gemeinde für Kinderbetreuung würde so weiter anwachsen. Da sei die Summe von 1,4 Millionen, die der Kreis 2015 dazugibt, nur ein Tropfen auf den heißen Stein. „Wir können das dem Landkreis nicht durchgehen lassen“, sagte der Christdemokrat. Der Landkreis nehme die finanziellen Erleichterungen vom Land und saniere sich selbst damit, redete Kellner sich beinahe in Rage. „Die Kommunen dürfen nicht im Regen stehen gelassen werden.“

Bürgermeister Hans-Ulrich Peschka versuchte, die Diskussion anschließend wieder einzufangen, sagte aber doch, dass auch er mit dem Geld vom Landkreis nicht zufrieden sei. Er warf ein, dass die von Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) in Aussicht gestellte Milliarde freigegeben sei, worauf Kellner vorrechnete, dass davon in der Gemeindekasse lediglich 80 000 Euro ankämen. Vielleicht müsste man nun auch mal Eltern mobilisieren und nach Berlin fahren, um „da mal richtig auf den Putz zu hauen“, sagte Peschka. Zu guter Letzt fand der Rat auch noch beim Geschirrspüler eine Lösung. Peschka bot an, dass er sich um die Anschaffung kümmern wolle. Damit war Fahncke zufrieden und zog ihren Antrag erst mal zurück.



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