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Blue Terrace aus Hannover lassen das Okal-Café erzittern

Volle Breitseiten Blues

LAUENSTEIN. Leadsängerin und Saxofonistin Haide Manns und ihre vier Bandmitglieder lassen das Glasdach des Okal-Cafés erzittern. „All kinds of Blues Music“ hatte das Quintett versprochen und Wort gehalten.

veröffentlicht am 25.02.2018 um 19:04 Uhr

Voller Einsatz: Saxofinistin Haide Manns und Mathias Dittner am Bass. Foto: eaw
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Autor

Ernst August Wolf Reporter
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Zum Jahresauftakt-Konzert konnten Ewa und Gunnar Wiegand vom Okal-Café mit der hannoverschen Bluesband Blue Terrace“ eine Band auf dem Weg nach oben verpflichten. „Das liegt auf unserer musikalischen Linie. Das passt“, erklärt Wiegand, der mit roter Kochmütze zum Ende des ersten Sets auch schon mal auf die Bühne stürmt und bei „Route 66“ mitsingt.

Gut sechs bis sieben Konzerte veranstaltet der Verein „Lokalmusik e. V.“ jährlich. „Dazu kommt noch eine etwa gleiche Anzahl von sogenannten offenen Bühnen, wo jeder, der will, sich musikalisch präsentieren kann“, sagt Wiegand.

Folk, Oldies, Country und eben Blues sind die bevorzugte Musikfarbe im Okal-Café. Das Publikum ist eher gesetzt. „So ab 45 plus“ meint Wiegand. Ihre Musiker hat Bandleaderin Haide Manns vor gut zwei Jahren per Annonce gefunden. „Das Level muss stimmen“, sagt sie. Und mit Olaf Hoffmeister an den Drums, dem überragenden Bassgitarrespieler und Sänger Mathias Dittner sowie Carsten Grotjahn und Norbert Nistler, Gitarre und Keyboard, hat sie professionelle Mitstreiter gefunden.

„Toll hier“, sagt Manns. „Und da meinen die Städter immer auf dem Land sei nix los.“

Was Blue Terrace ins beschauliche Okal-Café dröhnt, ist eine Breitseite Blues nach der anderen. Mit viel Spielfreude und noch mehr Druck technisch überzeugend gespielt. Da stehen Miles Davis‘ Titel wie „The Wind cries Mary“ neben Klassikern wie „Route 66“, Gary Mores „Crazy Blues“ oder dem unvermeidlichen „Highway to Hell“. „Ziemlich schlüpfrig“, kommentiert Haide Manns den New Orleans Blues „I want some Sugar in my Bowl“ von Bessie Smith.

Blue Terrace entfaltet an diesem Abend die ganze Bandbreite des Blues, mal sentimental-melancholisch, mal stürmisch und lautstark.

Den gut 150 Zuhörern, die sich bereits zwei Stunden vorher mit einem „Konzertbüfett“ auf die Veranstaltung eingestimmt haben, mundet auch das große Blues-Menü der hannoverschen Band vortrefflich.

Nach Steckrüben-Stampf, Glasnudelsalat mit Sesam-Dressing und Whiskey-Mousse ist man offen für all die genussvollen Blues-Breitseiten, die die Blue-Terrace-Mannschaft da so effektvoll und mitreißend abfeuert.

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