weather-image
19°

Durch die Feldmark ziehen sich großzügig angelegte Zufahrten für den Bau von Windrädern

Viel Schotter für breite Pisten

Coppenbrügge. Touristischer Highway zum Ith? Oder doch schon die Umgehungsstraße durch die Feldmark – allerdings dort, wo sie unnötig ist? Coppenbrügger Bürger reagieren nach ihrem erfolglosen Widerstand gegen die „Verschandelung ihrer Bilderbuch-Hobbit-Landschaft“ durch himmelsstürmende Windenergieanlagen (WEA) mit rabenschwarzem Humor und Frust. Von schleppendem Straßen- beziehungsweise Wegebau durch die beschauliche Feldmark zwischen Hohnsen, Herkensen und Bäntorf konnte in den vergangenen Wochen keine Rede sein. Die Bauarbeiten sollen allerdings nicht den öffentlichen Verkehr oder womöglich Touristenströme bedienen. Die in großzügiger Breite aufgeschotterten Pisten sind Zuwegungen für den Schwerlastverkehr zu zunächst sechs Baustellen von Riesenwindrädern im Weserbergland (wir berichteten).

veröffentlicht am 07.10.2014 um 20:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 04:41 Uhr

270_008_7485959_lkcs182_0810_WEA2.jpg

Autor:

Ingrid Stenzel
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

„Die Arbeiten an den Zuwegungen (zu den zu errichtenden WEA, Anmerkung der Redaktion) sind im Wesentlichen abgeschlossen.“ Das teilt Dr. Stefan Dietrich, Pressesprecher der Windwärts Energie GmbH mit, die nach Abschluss des Insolvenzverfahrens jetzt von der MVV Energie AG (Mannheim) übernommen worden ist. Gegenwärtig werden die Fundamente errichtet (wie zeitgleich gegenüber am Ruhbrink für drei Anlagen). Die geschaffenen vier Meter breiten Zuwegungen haben eine Länge von insgesamt 2,6 Kilometern. 38 000 Tonnen Schottermaterial wurden verwendet. Zusätzlich werden für den Bodenaustausch im Fundamentbereich weitere 10 000 Tonnen Schotter anfallen, 17 000 Kubikmeter Boden ausgehoben und etwa 8200 Tonnen Beton verfüllt. Als Tragschicht wird abschließend eine Mineralgemischdecke mit einer Stärke von 45 Zentimetern aufgebracht. Mit dem eigentlichen Aufbau der Anlagen ist nach Dietrichs Angaben ab Ende Oktober zu rechnen. Die Gesamtkosten der Investitionen für den Windpark beziffert er auf mehr als 25 Millionen Euro.

Für den Windpark Hohnsen habe sich auch nach und durch die Übernahme von Windwärts durch die MVV Energie AG nichts geändert. „Windwärts wird im Zuge der Übernahme auf eine MVV-Gesellschaft übertragen und so in die Konzernstruktur eingegliedert“, heißt es in einer Presseerklärung. „Der Standort Hannover bleibt erhalten, alle Arbeitsplätze gehen über und das Projektgeschäft wird unter der am Markt etablierten Marke Windwärts weitergeführt.“



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2019
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Weiterführende Artikel
    Anzeige

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Kommentare
    Kontakt
    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt