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Neue Diakonin eingeführt / Superintendent: „Gute Entscheidung“

Viel Lob für die Gemeinden

COPPENBRÜGGE. Melanie Voß ist neue Diakonin des Flecken Coppenbrügge. Superintendent Christian Castel führte sie in das Amt ein. Der Gottesdienst in der St. Nicolai-Kirche war zugleich Abschluss seiner Visitation der Gemeinden Coppenbrügge, Ith-Nesselberg sowie Am Ith.

veröffentlicht am 14.09.2017 um 15:35 Uhr
aktualisiert am 14.09.2017 um 18:00 Uhr

Das Salz in der Suppe für Coppenbrügge – Melanie Voß ist die neue Diakonin im Flecken. Foto: Björn Stöckemann
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Zwei Wochen besuchte Castel die Gemeinden. „Das kirchliche Leben um den Ith gestalten Haupt- und Ehrenamtliche mit großem Engagement“, lobte er. Die Visitation führte in den Kindergarten und zum Bürgermeister, zur Jugendarbeit, ins Flüchtlingscafé und in eine Seniorenresidenz, in die Fabrik der Wini Büromöbel und zur Chorprobe der Music Connection. „Sie alle bringen sich mit Fleiß und Leidenschaft ein – auch über Gemeindegrenzen hinaus.“ Keine Selbstverständlichkeit, in den drei Gemeinden von Coppenbrügge aber Alltag. Das zeigt sich vor allem an der Zusammenarbeit der drei Kirchenvorstände. Besonders hervor hob Christian Castel das evangelische Familienzentrum evfa. „Ich habe es nie leer erlebt. Eine Erfolgsgeschichte für kirchlich getragene Gemeinwesenarbeit.“

Sechs Jahre liegt die vorangegangene Visitation zurück. In dieser Zeit hat sich um den Ith viel verändert, nicht alles zur Freude des Superintendenten. Der Bevölkerungsschwund ist auch hier bemerkbar. Die Gemeinde Am Ith zählt 400 Mitglieder weniger, in Nesselberg sind es sogar 500. „Davor dürfen wir nicht die Augen verschließen.“ Vakanzen und Stellenstreichungen könnten die Folge sein. Auch die Stelle der Diakonin stand auf der Kippe.

„Ich war skeptisch“, gesteht Castel ein. Er hatte Voß als Ehrenamtliche im Ambergau kennengelernt. An der Person hatte er keine Zweifel, aber die Qualifikation fehlte ihr. Doch der Wunsch aus der Gemeinde war eindringlich. Drei Jahre absolvierte Melanie Voß ihre Ausbildung berufsbegleitend. „Heute kann ich aus vollem Herzen sagen, dass es eine gute Entscheidung war.“ Die jetzige Diakonin hat damit ihr Hobby zum Beruf gemacht.

Für die Gemeinde sei das ein Geschenk, findet Castel. Denn, wie der biblische Spruch über das Salz der Erde verdeutlichen soll: Stärke, Freude, Leidenschaft – eben: menschliche Würze – stecken in jedem. Ein Geschenk an die Gemeinde also, weil ab jetzt ein engagiertes Mitglied aus vollen Kräften mitwirken kann. Trotz der Herausforderungen in den kommenden Jahren geht Superintendent Christian Castel zuversichtlich aus Coppenbrügge. „Sie schauen nämlich über den eigenen Kirchturm hinaus.“ran

Stöckemann/red

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