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Prozess startet heute in Hannover / Mann war wegen Kindesmissbrauchs schuldig gesprochen worden

Verurteilter Sexualtäter legt Berufung ein

Bäntorf/Hameln/Hannover (hen/ube). Vor dem Landgericht Hannover beginnt heute die Berufungsverhandlung im Bäntorfer Missbrauchsfall. Der zu diesem Zeitpunkt 43 Jahre alte Familienvater war vor fast genau einem Jahr erstinstanzlich verurteilt worden wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern und hat gegen das Urteil Berufung eingelegt.

veröffentlicht am 05.02.2013 um 21:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 19:41 Uhr

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Der Fall hatte im Februar 2010 für Unruhe in dem 120-Seelen-Dorf Bäntorf gesorgt – und überregional Schlagzeilen gemacht. Die Mütter von drei minderjährigen Mädchen hatten sich seinerzeit an unsere Zeitung gewandt und dann im Beisein eines Anwalts berichtet, was ihre Töchter ihnen erzählt haben. Die Polizei nahm Ermittlungen auf.

Vier Jahre Haft lautete schließlich im Januar 2012 das Urteil für den Mann. Die Staatsanwaltschaft Hannover hatte den ehemaligen Bäntorfer wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern und Besitzes von kinder- und jugendpornografischen Schriften angeklagt. Der Staatsanwalt hatte fünf Jahre Haft gefordert, die Verteidigung Freispruch. Das Jugendschöffengericht in Hameln verhängte die höchste Strafe, die es kraft Strafgewalt verkünden kann.

An den ersten drei Verhandlungstagen (6., 13. und 14. Februar) geht es nach Auskunft von Martin Grote, Pressesprecher des Landgerichts, um die Beweisaufnahme. Heute sollen sieben Zeugen aussagen, danach jeweils weitere fünf und noch einmal zehn Zeugen.

In der Verhandlung in Hameln hatte der Mann bestritten, sich an drei Mädchen vergangen zu haben. Zwar räumte er ein, in seiner Gartenlaube häufiger Partys organisiert zu haben für Jugendliche. Doch sei er selbst nur ab und an vor Ort gewesen, um nach dem Rechten zu schauen. Der Familienvater sah sich selbst als Opfer und meinte, es handele sich bei den Vorwürfen um einen „Racheakt“ von den Jugendlichen, die er aufgrund ihres Alkoholkonsums von seiner Party verwiesen hat, so hieß es vor einem Jahr.



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