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Detlef Reich spricht verbittert von „Komplott“ / Anonyme Hinweise sogar an seinen Arbeitgeber

Verfahren gegen TSV-Kassierer eingestellt

Benstorf/Oldendorf (hen). Das Ermittlungsverfahren wegen des Vorwurfs der Unterschlagung und Veruntreuung von Übungsleitergeldern gegen den Hauptkassierer des TSV Benstorf/Oldendorf 05 ist eingestellt worden. Das hat die Staatsanwaltschaft Hannover auf Nachfrage der Dewezet bestätigt. Detlef Reich hofft nun, dass bei der Bevölkerung und den Mitgliedern des TSV „mein Name und meine Person wieder ins rechte Licht gerückt werden“. Der stellvertretende Ortsbürgermeister von Oldendorf ist besonders verbittert darüber, dass im Sinne einer Unschuldsvermutung viele Bürger nicht hinter ihm gestanden hätten, sondern „Feiglinge und Schmierfinken“ versucht hätten, ihn im Sportverein, in der Politik und auch bei seinem Arbeitgeber als „Verbrecher“ hinzustellen. „Hier haben sie ganz bewusst versucht, meine berufliche Zukunft kaputtzumachen. Zum Glück ist ihnen das nicht gelungen“, so Reich, der süffisant ergänzt: „Gleichzeitig möchte ich mich auch einmal an die anonymen Briefeschreiber wenden und ihnen mitteilen, dass ich hierfür absolutes Verständnis habe, denn mit so einer Rechtschreibung und so einem Deutsch hätte ich auch meinen Namen nicht genannt.“

veröffentlicht am 21.12.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 22:41 Uhr

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Das frühere TSV-Vorstandsmitglied komme nach eigenem Bekunden „auch nicht darüber hinweg, dass mir von den ehemaligen 1. und 2. Vorsitzenden des Vereins und auch dem Schriftführer böse mitgespielt worden ist. Anstatt mich zu einem Gespräch oder Ähnlichem zu bitten und mich zu der ominösen Prüfung der Unterlagen einzuladen, wurde ich ganz bewusst außen vor gelassen. Ich halte so einen Weg und was daraus entstanden ist, für nicht fair und für mich untragbar“. Reich sieht die Vorgehensweise als „Komplott“: Statt ihn selbst zu den Vorwürfen zu befragen, habe man das Verfahren gegen ihn eingeleitet. Das habe er zunächst so hingenommen, bis es auch zu politischen Konfrontationen gekommen sei, bei denen er in seinem Amt als stellvertretender Ortsbürgermeister Schaden genommen habe. „Ich war dicht dran, alles hinzuschmeißen, aber das hätte ja wie ein Schuldeingeständnis ausgesehen.“ Im Sommer war er vom erweiterten damaligen TSV-Vorstand aufgefordert worden, sein Amt als Kassierer niederzulegen.

In einer Stellungnahme möchte sich Reich „bei der Familie Unger, meiner Familie und einer sehr guten Freundin sowie dem heutigen 2. Vorsitzenden Jörg Riehl bedanken, dass sie hinter mir gestanden haben und den Vorwurf ad absurdum geführt haben“. In sein Amt zurückkehren möchte Reich dennoch nicht, auch wenn der heutige Vorstand nicht in die Vorgänge involviert war. Er wolle zwar weiterhin aktiv Tischtennis spielen, aber auch, ob er weiterhin Trainer bleibe, müsse er sich noch überlegen; ansonsten „habe ich nichts mehr damit zu tun“.

Nach Auskunft von Irene Silinger, Sprecherin der Staatsanwaltschaft, wurde das Verfahren „wegen geringer Schuld“ eingestellt; es sei wegen der „unübersichtlichen Buchführung nicht möglich gewesen, konkrete Feststellungen zu treffen“. Reich erklärt das damit, dass er Überweisungen auf die Bar-Kasse vorgenommen habe und die Gelder für die Übungsleiter auf diesem Wege ausgezahlt wurden. Das könne er durch Belege und Quittungen nachweisen – die habe aber niemand sehen wollen.

Seinerseits gegen die „Verleumdungen“ vorzugehen, davon habe ihm sein Anwalt abgeraten, „da ich in der Beweispflicht gewesen wäre“. Zum Schluss richtet er das Wort an diejenigen, „die mich bislang wegen dieser Geschichte nicht gegrüßt haben: Sie brauchen dies auch nicht mehr in der Zukunft zu tun“.

Kehrt jetzt beim TSV wieder Ruhe ein? Die Staatsanwaltschaft hat das Verfahren gegen den früheren Kassierer eingestellt.Archivfoto: gök



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