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Winterstück der Osterwaldbühne stellt Schauspieler vor besondere Herausforderung

Verbaler Schlagabtausch mit vielen Pointen

Osterwald. Es duftet nach frisch gekochtem Kaffee und nach aromatischen Orangen. Die Besucher freuen sich auf einen entspannten und humorvollen Abend im behaglich warmen Studiotheater der Osterwaldbühne. In dem kleinen Gebäude am Waldrand sind rund 80 Plätze vorhanden. Kein einziger Stuhl ist mehr frei bei der Premiere des Winterstücks „Die Eule und das Kätzchen“. Wer in den ersten Reihen sitzt, ist den Darstellern fast zum Anfassen nah. Die Kaffee- und Orangendüfte, die auf der Bühne „produziert“ werden, weil sie zum Stück gehören, breiten sich allmählich im ganzen Raum aus.

veröffentlicht am 15.12.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 00:21 Uhr

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Autor:

Christiane Stolte
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Die Stimmung im Publikum steigt von Szene zu Szene. Die pointenreiche luftig-leichte Komödie hat die Zuschauer fest im Griff. Auf den Punkt gebracht – es war eine gelungene Premiere. Die beiden Laiendarsteller Marianne Ohlmer und Martin Prüße haben die Herausforderung des Aufeinanderangewiesenseins bestens gemeistert. „Bei einem Zwei-Personen-Stück müssen die Darsteller besonders gut aufeinander eingestellt sein, um sich bei Bedarf gegenseitig auffangen und stützen zu können“, betonte Achim Schrader. Beide Spieler haben die Feuertaufe bestanden. Den kommenden Aufführungen sieht der Spielleiter nun gelassen entgegen.

„Sämtliche

Vorstellungen so gut wie ausverkauft“

Das Broadwaystück des amerikanischen Schriftstellers Wil-ton Manhoff wurde 1970 durch die Verfilmung mit Barbra Streisand und George Segal zu einem weltweiten Renner. Der Charme der rasanten Komödie hat damals einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Zur Handlung: Die „Eule“ Felix (in Osterwald gespielt von Martin Prüße), ein introvertierter Intellektueller mit verstaubtem Weltbild und erfolgloser Schriftsteller, erhält eines Nachts aufdringlichen Besuch des frechen „Kätzchens“ Doris (Marianne Ohlmer). Weil Felix sie beim Hausmeister wegen ihrer ominösen Herrenbesuche angeschwärzt hat, wurde ihr die Wohnung gekündigt. In pointenreichen Dialagen liefern sich die beiden einen verbalen Schlagabtausch. In ihren Streit und ihre völlig unterschiedliche Weltanschauung steigern sie sich dermaßen hinein, dass ihnen beinah entgeht, wie sie sich ineinander verlieben.

Die letzte Aufführung findet statt am 24. Januar. „Sämtliche Vorstellungen sind so gut wie ausverkauft“, betont Solveig Everding, die Vorsitzende des Bühnenvereins. Es gebe bereits eine Warteliste. Vielleicht wird es noch eine Zusatzvorstellung geben.

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In der Sommersaison 2015 stehen „Der kleine Vampir“ und das Musical „Zum Sterben zu schön – ein Musical für die Ewigkeit“ auf dem Spielplan.

„Die Eule und das Kätzchen“ gilt nicht nur als berühmtes Broadwaystück, sondern sorgt auch in Osterwald für ein volles Studiotheater.

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