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Weitere Arbeiten unter halbseitiger Sperrung mit Ampeln / Petra Haehnel kritisiert Beschilderung

Umleitung an der B 1 wieder aufgehoben

Nachdem bereits das Setzen der Gosse einseitig erfolgt ist, geht es im dritten Bauabschnitt in Oldendorf nun mit dem Aufbau der Straße weiter.

veröffentlicht am 16.10.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 20:41 Uhr

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Oldendorf (top). Seit gestern ist der zweite Bauabschnitt der 1,2 Kilometer langen Verbindungsstraße zwischen Oldendorf und Hemmendorf wie geplant fertiggestellt. Die Einbahnstraßenregelung mit Umleitung im Zuge der B 1 bei Oldendorf ist aufgehoben; die weiteren Arbeiten finden wieder unter halbseitiger Sperrung mit Ampelregelung statt.

Spezielles Verfahren mit mehrlagiger Decke

Schicht um Schicht hat die Asphaltfräse den oberen Teil der Fahrbahndecke abgetragen. Im Hocheinbauverfahren bekam die noch gut erhaltene untere Tragschicht der Bundesstraße einen neuen Fahrbahnaufbau mit einer mehrlagigen Asphaltdecke. „Durch dieses Verfahren wird die Bauzeit erheblich verkürzt“, erklärte der Leiter der niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Hameln, Markus Brockmann. Bei einem guten Untergrund werde diese „straßenverbessernde Maßnahme“ oft durchgeführt, um sowohl die Zeit als auch die Kosten in einem guten Verhältnis zu halten.

Bei den Anwohnern ist die Baumaßnahme allerdings auch auf Kritik gestoßen – vor allem wegen der Umleitungsregelung während des zweiten Bauabschnittes. „Ich wurde von einigen Leuten angesprochen, ob ich denn wüsste, wie es sich mit der Umleitung verhält“, sagte SPD-Ratsfrau Petra Haehnel. Die Hemmendorfer seien auch verärgert gewesen wegen der „schlechten Informationspolitik“. Auch die unzureichende Beschilderung während der Bauphase, habe für Unsicherheit bei den Verkehrsteilnehmern gesorgt. „Hier wäre eine bessere Beschilderung wünschenswert gewesen. Aufgrund der langen Streckenführung zwischen Hemmendorf und Marienhagen hätten mehr Informationen über Schilder gegeben werden können“, meint Petra Haehnel. Die Hemmendorferin steht dem Ausbau des Verbindungsstückes kritisch gegenüber – sie befürchtet, dass eine Ortsumgehung damit hinfällig werde.

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Dem kann Oldendorfs Ortsbürgermeister Eckhard Füllberg (CDU) nicht folgen, er sieht in dem Ausbau der

B 1 eine Verbesserung der Lebensqualität für die Anwohner. „Auch wenn Oldendorf durch die B 1 geteilt ist, haben wir uns damit arrangiert und mit dem positiven Abschneiden beim Dorfwettbewerb ,Unser Dorf hat Zukunft’ gezeigt, dass man auch mit einer Bundesstraße im Ort gut leben kann.“

Doch selbst wenn er als vor Ort tätiger Landwirt nicht in den täglichen Berufsverkehr eingebunden ist, weiß der Ahrenfelder doch um die Umstände, die die Pendler Tag für Tag in Kauf nehmen mussten. „Eine solche Baumaßnahme ist immer ungünstig, doch hier sollte auf die Langfristigkeit dieses Unterfangens geschaut werden“, ergänzt der Ortsbürgermeister.

Als Berufspendler ist auch Torsten Köhler von der Baumaßnahme indirekt betroffen. Doch der Benstorfer sieht den Arbeiten gelassen entgegen: „Schließlich ist es für einen überschaubaren Zeitraum.“ Dies bestätigt Brockmann.

Brockmann: Planung erfolgt in Absprache

In Absprache mit der Gemeinde, der Polizei und den Rettungsdiensten werde immer abgewogen, welche Möglichkeiten hinsichtlich einer Ampelregelung oder Umleitung bei einer Baumaßnahme solcher Größenordnung, auch im Hinblick auf den zeitlichen Faktor, möglich sei. „Da es im Bereich zwischen Oldendorf und Hemmendorf keine andere öffentliche Verbindungsstraße gibt, mussten wir die Umleitung weiträumig ausweisen.“

Nun steht mit dem Abschluss der Arbeiten an dem Teilstück zwischen Oldendorf und Hemmendorf die B 1 wieder in beiden Richtungen für den Verkehr zur Verfügung. Im dritten Bauabschnitt in Oldendorf geht es nun, nachdem bereits das Setzen der Gosse einseitig erfolgt ist, mit dem Aufbau der Straße weiter. Hier wird wieder eine Ampelschaltung erfolgen und den Verkehr regeln. „Derzeit liegen wir gut in der Zeit“, bestätigt der Leiter des Bauamtes. Wenn wetterbedingt keine Schwierigkeiten auftreten, werde die rund eine Million teure Baumaßnahme wie geplant bis Ende des Jahres durchgeführt.



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