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Durch Bauarbeiten droht dem Mühlenbach das Wasser auszugehen / Folgen für Natur befürchtet

Trockengelegt

Benstorf / Quanthof. Wenn Barbara Hillemeyer mit ihren Hunden rund um ihr Anwesen in Quanthof spazieren ging, konnte sie zuweilen entlang des Mühlenbachs Wasseramseln oder Eisvögel beobachten. Doch diese Zeiten scheinen mittlerweile vorbei zu sein. Mit der Renaturierung der Saale im Bereich Quanthof wurde der Mühlenbach für die Umbauzeit trockengelegt. Nach dem Umbau sollte über ein Abschlagwerk das ankommende Wasser auf die zwei Bäche aufgeteilt werden.

veröffentlicht am 28.10.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 03:21 Uhr

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Autor:

von christian göke
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Im Mühlenbach sollten durch die Maßnahme immerhin noch 30 Prozent des Wassers ankommen, sodass sich die Vögel dort wieder ansiedeln und die Natur das Gebiet zurückerobert könnte. Doch in den vergangenen Monaten musste schon mehrmals im Bereich des Mühlenbaches und der Saale ausgebaggert werden, damit das Wasser überhaupt wieder fließt. Jedoch ist auch jetzt nur eine minimale Geschwindigkeit zu beobachten. Mittlerweile hat sich in dem Fluss sogar die kleine Wasserlinse, besser bekannt als Entengrütze, gebildet, was laut Hillemeyer ein Zeichen für ein stehendes Gewässer ist. „Ich befürchte, dass der Bach komplett zuwächst“, sagt Hillemeyer. Hinter ihrem Haus ist der Wasserstand trotz des vielen Regens in den vergangenen Tagen etwa 10 bis 15 Zentimeter geringer als noch vor der Baumaßnahme.

„Der Wasserstand ist an der Saale-Brücke während der Regenfälle um fast einen Meter gestiegen, während bei mir an der Mühle der Wasserstand des Mühlenbachs lediglich einen Zentimeter höher ist als sonst. Da wir noch kein richtiges Hochwasser hatten, kann man die Auswirkungen noch nicht feststellen. Doch bis auf die gut angeschlagene Renaturierung des Geländes hat die Maßnahme bisher im Wasser nicht den gewünschten Effekt gebracht.“ Hillemeyer ist deutlich unzufrieden mit dem derzeitigen Ergebnis. Für sie ist das Ziel einer neuen Berechnung des Abschlagwerkes immer noch nicht erreicht. Wie man schließlich zu einer Verbesserung des Wasserdurchflusses kommt, ist ihr egal. Für sie zählt nur das Resultat.

Noch unklar sind die Folgen für die Fische im Mühlenbach. Hillemeyer befürchtet, dass durch den geringen Durchfluss auch weniger Sauerstoff in das Gewässer kommt und auch Schaden am Fischbestand verursacht.

In den zurückliegenden Wochen hatte sie regen Kontakt mit der Naturschutzbehörde, die den Angaben von ihr in den vergangenen Wochen intensiv nachgegangen ist und das Gebiet ausgiebig begutachtet hat. Mitte November soll laut Nikola Stasko vom Landkreis mit einer weiteren Baumaßnahme am Abzweig zum Mühlengraben begonnen werden, um den Wasserdurchfluss von 30 Prozent im Mühlengraben zu erreichen. Dabei soll dann die Wehrkante durch den Leineverband instand gesetzt werden. Hillemeyer hofft, dass die Tiere sich in diesem Bereich danach wieder ansiedeln werden.



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