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Teilweise Aufhebung des Lkw-Fahrverbots auf L 425 hat für Salzhemmendorfer „Geschmäckle“

Tritt Steinbruchbetreiber als Kreditgeber auf?

Lauenstein (hen/sto). Kein Verständnis dafür, dass das Lkw-Fahrverbot auf der Landesstraße 425 teilweise wieder aufgehoben wurde, zeigten die Politiker im Salzhemmendorfer Gemeinderat. „Das wundert mich: Bis März gab es keine Finanzmittel, jetzt heißt es auf einmal, eine Sanierung ist in Sicht“, sagte Reinhold Breyer (SPD) und fragte: „Hat die Verwaltung Kenntnis darüber, woher das Geld kommt?“

veröffentlicht am 23.11.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 22:21 Uhr

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Bürgermeister Martin Kempe antwortete in öffentlicher Ratssitzung: „Es soll ein Angebot vom Betreiber (der hannoverschen Basaltwerke, Anm. der Red.) geben, dem Land mit einem Kredit unter die Arme zu greifen.“ Kempe meint: „Das Fahrverbot hätte aus Lauensteiner Sicht nie aufgehoben werden dürfen.“

Auch im Bauausschuss hatte es bereits Bemerkungen darüber gegeben, es habe ein wenig „Geschmäckle“, dass offensichtlich nach einem Gespräch von Verbandsvertretern beim zuständigen Ministerium in Hannover das Fahrverbot abgemildert wurde. Wie berichtet, hatten die Basaltwerke, die den Steinbruch in Bisperode betreiben, über Umsatzeinbußen geklagt, weil ihre Lkw nach dem Durchfahrtverbot für Lkw über 12 Tonnen kilometerlange Umwege in Kauf nehmen mussten.

Auch im Ortsrat Lauenstein war die L 425 erneut Thema: „Die Straße entwickelt sich zum Dauerbrenner“, sagte Ortsbürgermeister Horst Wichmann: „Sobald die neuen Schilder montiert sind, dürfen Leerfahrzeuge wieder durch den Ort fahren.“ Wichmann ärgert sich über die Entscheidung der Straßenbehörde. Wieder einmal würden wirtschaftliche Interessen über das Wohl der Bürger gestellt. Auch hier hieß es: Da der Steinbruch dem Land finanzielle Mittel in Form eines Kredits zur Verfügung stellen wolle, werde deutlich, wie Lobbyisten ihre Interessen durchsetzen. „Ich nenne das geschmacklos“, meinte der Bürgermeister.

Selbst wenn die Zusage des Landes vorliege, mit dem Ausbau der Straße im kommenden Jahr zu beginnen, sei die neuerliche Anordnung kaum zu verstehen.

Der Ortsrat und die Arbeitsgruppe wollen nun gegen die neue Anordnung protestieren. Mit ins Boot genommen werden sollen auch die Bürger. Wichmann als Sprecher der lokalen Arbeitsgruppe hat ein Schreiben an die Landesbehörde vorbereitet, in dem die Lauensteiner ihren Unmut über die Anordnung darlegen können. Ortsratsmitglied Erich Weber (SPD) plädiert dafür, die Tempo-30-Beschränkung durch den Ort für Pkw aufzuheben und nur auf Lkw zu beschränken.



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