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… und bringt der Gemeinde Coppenbrügge Mehreinnahmen in Höhe von 123 000 Euro

Trinkwasser wird erheblich teurer

Coppenbrügge. „Wir dürfen nicht draufzahlen und sind angesichts des Haushaltsdefizits gesetzlich verpflichtetet, kostendeckende Gebühren für unsere Einrichtungen zu erheben.“ Doch das fällt dem Coppenbrügger Bürgermeister Hans-Ulrich Peschka und den Mitgliedern des Betriebsausschusses sichtlich schwer. Am Ende aber wurde die Beschlussvorlage dennoch einstimmig und ohne kontroverse Aussprache verabschiedet.

veröffentlicht am 09.10.2014 um 21:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 04:41 Uhr

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Autor:

Ernst August Wolf
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Was im Amtsdeutsch schlicht „Gebührenanpassung“ heißt, bedeutet, dass die Einwohner für Trinkwasser in den nächsten drei Jahren erheblich mehr berappen müssen – wenn denn auch der Gemeinderat grünes Licht gibt. So soll die Grundgebühr für einen normalen Hauswasserzähler laut Vorlage von derzeit 3,93 Euro netto auf 6,54 Euro und die Verbrauchsgebühr von 1,54 auf 1,70 Euro netto je Kubikmeter steigen. Bei einem durchschnittlichen Jahresverbrauch von 36 Kubikmetern ergibt sich unter dem Strich für einen Einpersonenhaushalt eine Mehrbelastung von 39,68 Euro – eine vierköpfige Familie müsste 58,17 Euro mehr als bisher bezahlen. Peschka sagte: „Dadurch hat der Flecken Mehreinnahmen in Höhe von etwa 123 000 Euro.“

Erstmals soll auch eine Staffelung der Grundgebühr eingeführt werden. Je nach Durchfluss kostet die monatliche Grundgebühr für den Hauszähler und sogenannte Großwasserzähler dann zwischen sieben und 65 Euro brutto. Grund: Bei der Beschaffung und beim Einbau sowie dem turnusmäßigen Austausch falle ein erheblicher Mehraufwand an, so die Verwaltung. Erhebliche Kosten, die an die Verbraucher weitergegeben werden müssen, entstehen nach Angaben der Verwaltung auch durch derzeit notwendige, aufwendige Lecksuchen im Trinkwasserleitungsnetz. Vor allem in den Bereichen Dörpe und Marienau sollen in diesen Tagen Fachfirmen mit entsprechenden Arbeiten beginnen. Noch sei offen, ob dabei nur einzelne Stellen repariert oder ein gesamter Straßenzug samt Hausanschlüssen erneuert werden müsse.

„Bei der Netzsanierung kommen in den nächsten zwei Jahren erhebliche Kosten auf uns zu“, kündigte Peschka an. Momentan sind die mit 50 000 Euro in der Frischwasserkalkulation veranschlagt. Trinkwasser soll mehr kosten, die Abwassergebühren sollen dagegen konstant bleiben. „Keine Gebührenanpassung, es bleibt bei 5,85 Euro Grundgebühr pro Monat und bei 3,15 Euro pro verbrauchtem Kubikmeter.“

Während die Frischwasserkalkulation drei Jahre lang gelten soll, umfasst die Kalkulation für Schmutzwasser nur das kommende Jahr.

Erheblich teurer aber wird’s für die Entwässerung privater Kläranlagen. Die 32 im Versorgungsgebiet liegenden Anlagen sollen künftig statt zum Kubikmeterpreis von 46,68 Euro zum Preis von 69,90 Euro entwässert werden.



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