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Osterwalder vertagen Problem: Neuer Ortsrat soll über Anschaffung von Hundetoiletten entscheiden

„Tretminen“ auf Bürgersteigen bleiben Dauerbrenner

Osterwald (sto). Idyllisch umgeben von Wald und Flur, ist der Bergort Osterwald ein wahres Hundeparadies. Es gibt ausreichend Platz zum Gassigehen und diskrete Orte für Schnuffis Hinterlassenschaften. Das funktioniert aber nur dann, wenn die Hundehalter den Wald auch tatsächlich für diese Fälle nutzen. Andernfalls tut’s ja auch ein Spaziergang durch den Ort. Und da liegt die Crux, denn oft lassen Frauchen oder Herrchen Schnuffis Geschäft achtlos liegen.

veröffentlicht am 03.11.2011 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 00:41 Uhr

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Die „Tretminen“ auf den Bürgersteigen werden zum Ärgernis und sind – wie überall, auch in Osterwald längst zu einer unendlichen Geschichte geworden. Das aber könnte sich in absehbarer Zeit ändern, wie in der letzten Sitzung des noch bestehenden „alten“ Ortsrats Osterwald deutlich wurde.

Denn: In Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis „Unser Dorf hat Zukunft – Unser Dorf soll schöner werden“ befürwortet das Gremium einstimmig die Anschaffung dreier Hundetoiletten, um sie an verschiedenen Stellen im Ort aufzustellen. Beispielsweise im Bereich Feuerwehrhaus, unterhalb der Kirche und am Ortsausgang.

„Seit Jahren befassen sich Arbeitskreis und Ortsrat mit dem Thema Hundehinterlassenschaften, weil sich immer wieder Anwohner beschweren“, betonte SPD-Ortsratsmitglied Wolfgang Döbler. Appelle an die Hundehalter verliefen meist sang- und klanglos. Bleibe nur zu hoffen, dass die Hundetoiletten angenommen werden. Einen anderen Ausweg aber sehen Ortsrat und Arbeitskreis nicht.

Der Ortsrat plädiert für „Kombitoiletten“. „Dabei handelt es sich um ein Gerät, das nicht nur die Beutel, sondern auch ein Abfallgehäuse enthält“, erläuterte SPD-Ortsratsmitglied Hans-Joachim Höflich. Der Preis pro „Toilette“ liege bei über 300 Euro. Bei drei Geräten wären das etwa 1000 Euro. Wer aber soll das bezahlen in Anbetracht leerer Gemeindekassen? „Die Anschaffung könnte finanziert werden aus einem Sparbuch, über das der Arbeitskreis verfügt“, schlug Höflich vor. Er appellierte jedoch, auch an die Folgekosten zu denken.

Auch von der CDU-Fraktion wurden die drei Hundetoiletten als „vernünftige Lösung“ befürwortet. „Trotzdem ist es geradezu peinlich, dass sich der Ortsrat mit diesem Thema befassen muss“, betonte Hartmut Friedrich. Und das alles nur, weil die Disziplin einiger Hundehalter katastrophal sei.

Die endgültige Entscheidung über die Anschaffung der Hundetoiletten soll der neue Ortsrat treffen, der sich am Freitag, 18. November, 19 Uhr, in der Gaststätte „Deutsches Haus“ konstituiert. Auch ein neuer Ortsbürgermeister wird dann gewählt, da Walter Kramer nach fast 30-jähriger Amtszeit nicht mehr zur Verfügung steht. Höflich, der bisherige stellvertretende Ortsbürgermeister, legt sein Amt ebenfalls nieder.



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