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Arzt und früherer Politiker verstorben

Trauer um Wulf Osterwald

WALLENSEN. Unerwartet kam sein Tod, groß ist die Lücke, die Wulf Osterwald hinterlassen hat. Am Mittwoch vergangener Woche starb der Allgemeinmediziner im Alter von 67 Jahren. Er hinterlässt seine Frau Heidrun, die vier Töchter Ilka, Julia, Mirka und Lena sowie fünf Enkelkinder.

veröffentlicht am 25.07.2019 um 14:58 Uhr

Maike Lina Schaper

Autor

Reporterin / Newsdesk zur Autorenseite

Mit seinem Verlust gerechnet hatte niemand: Mit dem Auto unterwegs auf Patientenbesuch, bekam er ganz plötzlich körperliche Probleme. Die genaue Ursache seines Todes bleibt unbekannt, eine Rettung war nicht möglich.

Wulf Osterwald wurde 1952 in Lüneburg geboren. Er studierte in Hannover Medizin, promovierte aber nicht. Ein Doktortitel war ihm nicht so wichtig. Wichtiger waren ihm seine Patienten, für die er immer ein offenes Ohr hatte. Die Frage „Wie geht es Ihnen?“, beschränkte er nicht nur auf etwaige körperliche Leiden. Es konnte auch schon mal vorkommen, dass sogar zu Weihnachten Ratsuchende an seiner Tür klingelten.

Nach verschiedenen Stationen, unter anderem als Arzt im Krankenhaus Hameln, übernahm Wulf Osterwald 1985 die Praxis in Wallensen und führte diese gemeinsam mit seiner ersten Frau Susanne, die mittlerweile verstorben ist. In späteren Jahren stieg seine zweite Frau Heidrun in die Praxis ein.

Obwohl der Allgemeinmediziner eigentlich schon seinen Ruhestand hätte antreten können, blieb er im Dienst seiner Patienten. Ruhig zu Hause sitzen, war nichts für ihn. Auf zahlreichen Reisen hat er fast die ganze Welt gesehen. Mit Leidenschaft griff er zur Kamera, hörte Musik und beschäftigte sich mit Freude mit seinen Enkeln. In Geschichte und Religion war er belesen, seine Freunde schätzten das geistreiche Gespräch mit ihm.

Er war Mitglied in mehreren Vereinen, dem WTW Wallensen, Schützen- und Männergesangsverein und der Feuerwehr. Auch politisch brachte sich Wulf Osterwald ein. Für die Aktiven Bürger saß er von 2011 bis 2016 im Gemeinderat und im Ortsrat Wallensen, wo er in dieser Zeit auch stellvertretender Bürgermeister war. Doch um für seine Patienten da zu sein, zog er sich aus der Kommunalpolitik zurück.



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