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Früherer Gemeindebürgermeister nach schwerer Krankheit verstorben

Trauer um Martin Kempe

Salzhemmendorf/Solingen. Martin Kempe, der frühere Salzhemmendorfer Gemeindebürgermeister, ist am vergangenen Sonntag im Alter von 59 Jahren nach schwerer Krankheit verstorben. Die letzten sieben Monate hat Kempe in seiner Heimatstadt Solingen verbracht. Seine große Hoffnung – die er bis zuletzt hatte – auf Besserung oder zumindest Stillstand seiner bösartigen Erkrankung wurde leider nicht erfüllt.

veröffentlicht am 16.12.2015 um 17:56 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 08:51 Uhr

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Autor:

von kerstin hasewinkel
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Kempe (parteilos) war am 1. November 2001 als erster hauptamtlicher Bürgermeister des Fleckens Salzhemmendorf gewählt und 2006 wiedergewählt worden. Seit Oktober 2012 konnte er krankheitsbedingt seine Amtsgeschäfte nicht mehr ausführen.

Zum 1. September 2014 war Kempe in den Ruhestand versetzt worden. Kempe hatte nach seiner Ausbildung – von 1974 bis 1976 – als Stadtassistentenanwärter bei der Stadt Solingen zunächst dort, dann bei der Gemeinde Marienheide und bei der Stadt Rheda-Wiedenbrück gearbeitet.

Im September 2001 trat er zur Bürgermeisterwahl in Salzhemmendorf an und war vom 1. November 2001 bis 31. Oktober 2006 hauptamtlicher Bürgermeister des Fleckens. Zum 1. November 2006 wurde er für acht Jahre wiedergewählt, musste jedoch vorzeitig aus dem Amt ausscheiden.

Gemeindebürgermeister Clemens Pommerening als sein Nachfolger würdigt das Schaffen Kempes: „Herr Kempe hat die Gemeinde in seiner Amtszeit geprägt.“ Kempe habe sich insbesondere für die zukunftsweisende Ausrichtung des Fleckens eingesetzt. Dazu zählte beispielsweise, den Tourismus neu auszurichten und die Nutzung von regenerativen Energien zu steuern. Die Anpassung der kommunalen Infrastruktur an die aktuellen Herausforderungen sowie die veränderten Rahmenbedingungen seien ebenfalls Schwerpunkte seines Wirkens gewesen, so Pommerening und nennt beispielhaft den Ausbau der Kindertagesstätten, das gemeinsame Feuerwehrhaus im Bereich Wallensen oder die Grundschulentwicklung.

Pommerening: „Durch sein nachsichtiges und ruhiges Wesen konnte er vielfach die verschiedenen politischen Strömungen und Interessen zu Kompromissen und gemeinsamen Entscheidungen führen. Es ist insbesondere auch sein Verdienst, dass sich die Außendarstellung der Gemeinde verändert hat.“

Die Salzhemmendorfer Politik würdigt den früheren Bürgermeister als „immer fair und anständig“. Als Verwaltungschef sei er stets bereit gewesen, auch neue Überlegungen anzustellen und über den Tellerrand zu blicken. Für die Politik habe er ein offenes Ohr gehabt und sei nie nachtragend gewesen.

Martin Kempe wird am 29. Dezember seinem Wunsch entsprechend in Leverkusen-Opladen beigesetzt.



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