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Trägt Wulff Verantwortung für Olaf Glaeseker?

Lauenstein (wft). Jens Nacke, parlamentarischer Geschäftsführer der CDU-Fraktion im niedersächsischen Landtag, spannte sein Publikum lange auf die Folter, ehe er am Ende seiner Rede doch noch auf das Thema zu sprechen kam, das die Deutschen seit Wochen beschäftigt. Sind die Vorwürfe gegen Bundespräsident Christian Wulff berechtigt und muss er von seinem Amt zurücktreten?

veröffentlicht am 22.01.2012 um 20:32 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 19:21 Uhr

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Lauenstein (wft). Er spannte sein Publikum lange auf die Folter, ehe er am Ende seiner Rede doch noch auf das Thema zu sprechen kam, das die Deutschen seit Wochen beschäftigt. Sind die Vorwürfe gegen Bundespräsident Christian Wulff, den früheren Ministerpräsidenten von Niedersachsen, berechtigt und muss er von seinem Amt zurücktreten?
 Jens Nacke, parlamentarischer Geschäftsführer der CDU-Fraktion im niedersächsischen Landtag, ließ die Antwort auf diese viel diskutierte Frage offen. „Wulff hat Fehler gemacht“, erklärte Nacke gestern auf dem Neujahrsempfang der CDU Salzhemmendorf im Okal-Café Lauenstein, „aber er hat sich dafür entschuldigt.“ Die Diskussion des Themas Hausfinanzierung hält Nacke für abgeschlossen, lediglich das Ergebnis einer internen Überprüfung bei der BW-Bank in Baden-Württemberg stehe noch aus. Auch die Urlaubsreisen Wulffs hätten keinen Hinweis erbracht, dass die Gastgeber daraus wirtschaftliche Vorteile hätten ziehen können.
 Nur die Rolle von Wulffs ehemaligem Sprecher Olaf Glaeseker, von dem sich Nacke „menschlich enttäuscht“ zeigte, bezeichnete der CDU-Politiker als problematisch. Treffe der Vorwurf zu, dass Glaeseker sich vom Veranstalter des „Nord-Süd-Dialogs“ einen Urlaub und Flugreisen habe finanzieren lassen, liege der Tatbestand von Bestechung und Bestechlichkeit vor. Das werde die Staatsanwaltschaft klären, die deshalb auch zu Recht Hausdurchsuchungen und Beschlagnahmungen vorgenommen habe. Die Frage sei nun, „ob Wulff die politische Verantwortung für Glaesekers Verhalten übernehmen muss und ob dies in der Folge dazu führt, dass er sein Amt als Bundespräsident aufgeben muss“. Dies lasse sich aber erst nach Abschluss der staatsanwaltlichen Ermittlungen beantworten.



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