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Kunst- und Gartenmarkt: Veranstalter kritisieren verschärfte Auflagen

Tradition mit ungewisser Zukunft

Dörpe (ist). Man spüre einfach, dass hier bei allem noch herz- statt kommerzorientiert geplauscht, gepflanzt, gekünstlert, gebacken, kurz: Hand angelegt werde; auch der 8. Kunst- und Gartenmarkt auf dem Gelände der Firma „Gartenmücke“ sei „Wellness für Auge und Seele“. Wie Hunderte von Besuchern genossen Ellen Cordes, Ulrike Oelerking und Ulrike Nordhausen aus Hameln Funkienmeere mit Gartenklüngel im Schatten ausladender Baumkronen, mächtige Holzbildhauerei (zum ersten Mal sogar aus Bayreuth) auf der sonnigen Wiese, Töpferarbeiten, handgerührte Chutneys, textilweiche Kreativität mit Nadel und Faden – aber vielleicht zum letzten Mal. Denn neben Wellness für Auge und Seele ist auch die unvergleichlich ländlich sahnige Hausbackkunst unverzichtbares Muss für den leiblichen Genuss und den Gesamterfolg der Veranstaltung, weiß Claudia Mücke. Und der macht es der behördliche Auflagenwust nicht eben leicht.

veröffentlicht am 04.06.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 09:41 Uhr

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„Da backen Mütter, Tanten, Freundinnen im Dorf mit Begeisterung und reichen den Kuchen wie anno dazumal mit nicht wenig Stolz, aber ohne ununterbrochene Kühlkette von der eigenen Küche bis in die Steinsäge über den rustikalen Holztisch – eine Kühltheke, wie jetzt gesetzlich gefordert, würde das gesamte Ambiente kaputtmachen. „Ganz abgesehen von den Kosten für uns, die wir nicht wuppen könnten.“

Wenn’s denn so weit komme, dass beim Kuchenverteilen über die Schulter geguckt und nach dem Gesundheits- oder polizeilichem Führungszeugnis gefragt oder womöglich die Komplettklosettanlage getrennt für Männlein und Weiblein überprüft würde … „Wenn wir als Veranstalter eines Events mit freiem Eintritt für jedermann, das von Jahr zu Jahr mehr Gäste Scharen in den Flecken holt, am Ende nicht wenigstens Plus-Minus-Null ’rausgehen, sondern auch noch draufzahlen müssen, dann geht gar nichts mehr“, sagt Claudia Mücke. „Da hilft dann auch die dankenswerterweise gute Unterstützung der Verwaltung nicht mehr.“ Die immer strengeren, kostenintensiven Auflagen, höheren Gebühren und das neue niedersächsische Gaststättengesetz ließen nicht eben mit großer Zuversicht dem neunten Kunst- und Gartenmarkt im Künstlerdorf entgegensehen.



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