weather-image
11°

2,7 Millionen statt 1,8 Millionen Euro: Das Bildungshaus Ilsetal ist endlich fertig

Teurer als geplant, aber gelungen

Die Kosten für das „Bildungshaus im Ilsetal“ dürften nun feststehen. Rund 2,7 Millionen Euro hat der Umbau des alten Schulgebäudes zur Grundschule und zur DRK-Kindertagesstätte. Anfänglich waren die Kosten mal auf 1,87 Millionen Euro veranschlagt worden.

veröffentlicht am 06.03.2016 um 17:18 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 08:49 Uhr

270_008_7842872_lkae102_0703_tis_Bildungshaus_Ilsetal_02.jpg

Autor:

Friedrich-Wilhelm Thies
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Börry/Emmerthal. Die endgültigen Kosten für das „Bildungshaus im Ilsetal“ (früher Bildungshaus Börry) dürften nun feststehen. Rund 2,7 Millionen Euro habe der Umbau des alten Schulgebäudes zur Ilsetalschule als Grundschule und zur DRK-Kindertagesstätte Ilsetal, gekostet. Das berichtete Architekt Peter Nehmann aus Bad Münder, der die Planung und Bauleitung übernommen hatte, der Politik. Anfänglich waren die Kosten mal auf 1,87 Millionen Euro veranschlagt worden.

„Beim Bau sind wir auf die eine oder andere Problematik gestoßen, die wir so nicht voraussehen konnten“, musste Peter Nehmann eingestehen. Beim Umbau der Kindertagesstätte etwa stieß man auf durchgebogene Gasbeton-Deckenplatten. Gutachten mussten erstellt und die Unterkonstruktion geändert werden. Auch Anforderungen an den Brandschutz forderten ihren Tribut. Doch Nehmann und seine Kollegin, Architektin Sina Steinig, sind sich einig: „Es ist eine sehr gelungene Einheit entstanden, die funktioniert.“ Weder von Schulleiterin Anke Schmidt noch von Kita-Leiterin Anne Geisler haben man bisher negative Rückmeldungen erhalten.

Verwundert habe auch ihn als Architekten die lange Planungs- und Bauphase. 2010 gewann sein Architekturbüro den Wettbewerb, 2011 begann die Planung, im Juni 2012 kam die Baugenehmigung. Im Oktober 2012 startete der Bau beim „Los 1“, dem Umbau der Grundschule, die im Januar 2014 ihren Betrieb aufnehmen konnte. Ein Monat später dann der Baubeginn im „Los 2“ mit Umbau der alten Schulräume im Nebengebäude zur Kindertagesstätte. Sie erhielt noch einen Anbau für die Verwaltung, aber auch Schlaf-, Ruhe- und Sanitärräume für eine Krippe. Im Januar 2015 wurde sie in Betrieb genommen.

„Jetzt sind wirklich alle Arbeiten abgeschlossen. Auch der Außenbereich ist neu gestaltet, mit vielen Spielgeräten und Spielmöglichkeiten“, so Architekt Nehmann. Der Baufachmann verwies noch auf einige Einzelheiten, etwa den neu und heller gestalteten Eingangsbereich zur Schule, wo im Flur mit viel Arbeit ein wunderschöner Mosaikfußboden erhalten werden konnte.

Bei der Kindertagesstätte hob der Architekt hervor, dass alle Gruppenräume jetzt einen Zugang ins Freie haben und als kleines Highlight über eine Empore verfügen, deren Bauvergabe gar nicht so einfach war. Einzig bei der Zufahrt zur Sporthalle wurde auf einen geplanten Baum im Rondell verzichtet. „Aus Brandschutzgründen, damit die Feuerwehr eine problemlose Zufahrt erhält“, erklärte Nehmann.

Das alles hat gekostet. Um die immer wieder steigenden Kosten hatte es in der Emmerthaler Politik teils kontroverse Diskussionen gegeben. Auf 1,29 Millionen Euro beziffert Peter Nehmann die Kosten für das „Los 1“ (Grundschule) und auf 1,39 Millionen das „Los 2“ (Kindertagesstätte). Macht eine Gesamtsumme von 2,6937 Millionen Euro. Allerdings kann die Gemeinde laut dem Ersten Gemeinderat Elmar Günzel die Kosten noch durch Zuschüsse von rund 800 000 Euro refinanzieren.

„Hier gibt es noch keine genaue Aufstellung, da noch nicht alles abgerechnet ist“, merkte Günzel an. Im Vorfeld waren zum Beispiel zwischen 600 000 bis 700 000 Euro aus Mitteln der Städtebauförderung oder 140 000 Euro als Zuschuss aus der Kreisschulbaukasse angekündigt worden.

Ralf-Ulrich Böhm (SPD) als Vorsitzender des Ausschusses für Gemeindewerke und Technik forderte nach Abschluss des Verfahrens eine genaue Auflistung der Zuschüsse. Er stellte aber fest, dass es trotz all der Diskussion in den politischen Gremien zu einem positiven Gesamtergebnis gekommen sei. Dem hatten seine Ausschussmitglieder nichts hinzuzufügen.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2019
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Weiterführende Artikel
    Anzeige

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Kommentare
    Kontakt
    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt