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Bauausschuss nimmt Ortsumgehung und 30er-Zone in den Lärmaktionsplan auf

Tempo 30 für B 1-Dörfer?

OLDENDORF. Die Bundesstraße 1 sorgt in den Orten Hemmendorf, Oldendorf und Benstorf für eine Menge Lärm. Laut dem Ingenieurbüro, das einen Lärmaktionsplan für die B1 im Flecken Salzhemmendorf, ausgearbeitet hat, fahren knapp 10 000 Fahrzeuge täglich durch die drei Dörfer. Kann eine Tempo 30-Zone den Lärm reduzieren?

veröffentlicht am 09.06.2019 um 10:30 Uhr

Lärm durch Straßenverkehr kann krank machen – die Kommunen müssen einen Lärmaktionsplan aufstellen. Symbolfoto: pixabay
Maximilian Wehner

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Die Bundesstraße 1 sorgt in den Orten Hemmendorf, Oldendorf und Benstorf für eine Menge Lärm – durch Autos, Motorräder und vor allen Dingen durch Lastwagen. Laut dem Ingenieurbüro Volker Meyer, der ein Lärmaktionsplan für die Bundesstraße 1 im Flecken Salzhemmendorf, ausgearbeitet hat, fahren knapp 10 000 Fahrzeuge täglich durch die drei Dörfer.

„Wir sind hier an einem von Lärm betroffenen Ort – an der Bundesstraße 1. Um der Lärmentwicklung entgegenzuwirken, sieht der Lärmaktionsplan vor, dass 81 Gebäude, die direkt vom Lärm der B 1 betroffen sind, mit passivem Lärmschutz ausgestattet werden können. Allerdings besteht ein Anspruch auf diesen passiven Lärmschutz nur, wenn die Räume auch tatsächlich genutzt werden und die vorhandene Schalldämmung nicht ausreichend ist. Weiterhin müsse sich der Eigentümer bereit erklären, 25 Prozent der Kosten selber zu übernehmen. Für die Kommunalpolitiker des Bauausschusses nicht die beste Lösung. Um den Lärmschutz dennoch zu gewährleisten, hat der Bauausschuss des Fleckens Salzhemmendorf nun beschlossen, eine Temporeduzierung auf 30 km/h in den Ortsdurchfahrten Hemmendorf, Oldendorf und Benstorf in den Lärmaktionsplan aufzunehmen.

Weiterhin bevorzuge der Bauausschuss den Bau einer Umgehungsstraße. Auch dies wurde in den Lärmaktionsplan aufgenommen. Die Zahl der betroffenen Gebäude würde sich bei einer 30er-Zone mehr als halbieren. Derzeit sind alle Gebäude, die unmittelbar an der B 1 stehen, von Lärmschutzmaßnahmen betroffen. Bei einer Temporeduzierung wären passive Lärmschutzmaßnahmen nur noch bei 37 Gebäuden notwendig. „Ein Tempolimit wäre mir tausend mal lieber“, sagt Thomas Hampe, Ortsbürgermeister von Oldendorf. Er glaubt, dass viele B 1-Anwohner aufgrund des hohen Eigenanteils die passiven Lärmschutzmaßnahmen nicht umsetzen würden.

Ob Tempo 30 allerdings umgesetzt wird, ist fraglich. „Die Kommune ist zuständig für Lärm an den Straßen – an allen Straßen“, sagt Volker Meyer vom Ingenieurbüro. Nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz müssen die Kommunen einen Lärmaktionsplan aufstellen – auch wenn sie nicht, wie bei der Bundesstraße 1, Baulastträger sind. Dieser ist der Bund, beziehungsweise die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr. Ob Tempo 30 eingerichtet wird, oder ob eine Ortsumgehung gebaut wird, entscheidet letztendlich nicht die Kommune, sondern der Baulastträger.



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