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Coppenbrügger lassen Dampf ab: Beauftragter muss heftige Kritik zum Internetangebot einstecken

„Telekom erfüllt geweckte Erwartungen nicht“

Bisperode (gro). Großes Interesse vor allem von Gewerbetreibenden aus der Region hatte die Ankündigung zum „Sachstandsbericht Breitbandausbau“ geweckt. Kein angenehmer Abend für Uwe Ingenhaag, Breitbandbeauftragter der Telekom Norddeutschland, der sich im Ortsrat Bisperode massiver Kritik stellen musste. Ortsbürgermeister Andreas Voß meinte: „Das Ganze ist ein ziemliches Debakel. Es wurden hier durch die Telekom Erwartungen geweckt, die nicht erfüllt wurden.“

veröffentlicht am 10.03.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 15:21 Uhr

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Uwe Ingenhaag berichtete über den Ausbau mit dem Breitband. Diese Versorgung mit Internetzugang über das Breitband sei das Thema schlechthin, so der Telekombeauftragte. Das Land Niedersachsen habe 2008 den Auftrag zu einer Erhebung erteilt, wo – betreffend den Internetzugang – unterversorgte Gebiete seien. Hier habe die Telekom nun 60 000 Adressen ermittelt, die zu 65 Prozent versorgt werden könnten. Aktuell hieße das, dass die bisherige Versorgung der Haushalte von den Betriebsstellen der Telekom über ein Kupferkabel einen neuen Weg nehmen würde. Vorgesehen ist die Versorgung der Haushalte über ein Glasfaserkabel von den Betriebsstellen aus, zwischengeschaltet ist eine neue Verteilerstation.

Damit könnten im Gegensatz zu früher mit nur bis zu sechs Kilometern über Kupferkabel die Haushalte darüber hinaus versorgt werden. Sollte aufgrund der Entfernungen und baulichen Grundlagen keine Kabelversorgung möglich sein, werde das Gebiet mit Funkzugang erschlossen. Damit sei eine Leistung von 2 bis zu 16 Mbit/s insgesamt gewährleistet. Eine Powerpoint-Präsentation unterstrich anschaulich seine Erläuterungen.

Beeindruckt von der Präsentation und nun ihre Probleme schwinden sehend, stellten zahlreiche Gewerbetreibende Fragen an Uwe Ingenhaag und schilderten ihm ihre Erfahrungen mit ihrem Internetzugang. Kritisiert wurde dabei vor allem, dass sie immer wieder durch Mitarbeiter der Telekom zu hören bekämen: „Das ist nicht mein Sachgebiet. Dafür bin ich nicht zuständig. Dazu kann ich nichts sagen. Ich schalte Sie mal eben weiter zu unserem Sachbearbeiter…“ Die Antwort durch den Telekommitarbeiter war aber ernüchternd. „Wenn Sie Probleme haben, wenden Sie sich bitte an den T-Laden,“ sagte der Breitbandbeauftragte für Norddeutschland. Das sorgte allgemein für Unverständnis, und auch Gemeindebürgermeister Hans-Ulrich Peschka meinte, das könne ja wohl nicht wahr sein: „Es muss doch möglich sein, dass Sie das heute hier aufnehmen und weitergeben.“ Ingenhaag entgegnete erneut, der T-Laden in Hameln sei Ansprechpartner – was von den Anwesenden mit Kopfschütteln und sogar hämischem Gelächter quittiert wurde. Auch bei Ortsratsmitglied Hartmut Greve lief das Fass nun über: „Was Sie uns hier präsentieren, ist uns doch allen bekannt. Es wird versprochen, 16 Mbit/s kommen an und das ist nicht so. Nehmen Sie doch bitte die geschilderten Probleme ernst und zeigen uns nicht nur schöne Bilder.“

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Uwe Ingenhaag nahm es gelassen. Er blieb dabei: er sei nicht für diese Probleme zuständig. Das sei der T-Laden mit seinen Mitarbeitern. Er sei gekommen, um das Breitband vorzustellen. Für mehr oder weniger großes Gelächter sorgte dann die Mitteilung eines Einwohners aus Dörpe: Dort sei das Breitband nur bis zur Mitte des Ortes ausgebaut. Ingenhaag sagte diesbezüglich zwar eine Überprüfung zu, stellte aber auch in gleichem Atemzug fest, dass es nicht vorgesehen und vorgeschrieben sei, Orte vollständig mit dem Breitbandzugang zu versorgen.

Uwe Ingenhaag, Beauftragter der Telekom Norddeutschland, stellte den Breitbandzugang vor, lehnte es aber ab, Problemfälle weiterzuleiten – und wurde dafür heftig gescholten.

Fotos: gro/ Bilderbox



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