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Polizei wird immer wieder in die Salzhemmendorfer Wilhelm-Busch-Straße gerufen

Streitereien gipfeln in Körperverletzung

Salzhemmendorf (tis). Ein schon länger andauernder Streit unter Nachbarn in der Wilhelm-Busch-Straße in Salzhemmendorf ist kürzlich eskaliert. Drei Männer (21 und 26 Jahre) stürmten in die Wohnung eines 67-Jährigen. Es kam zum Wortgefecht, dann wurden die Eindringlinge handgreiflich, und im Verlauf der Auseinandersetzungen erlitt eine 64-jährige Bekannte des Wohnungsmieters einen Armbruch. Im Bereich Salzhemmendorfs kommt es öfter zu Auseinandersetzungen innerhalb einer Gruppe, die aus acht bis zehn Anwohnern besteht; immer wieder muss die Polizei wegen Körperverletzung, Bedrohung, Beleidigung oder Sachbeschädigung einschreiten.

veröffentlicht am 13.10.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 00:41 Uhr

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Seit längerem sind sich die Nachbarn in der Wilhelm-Busch-Straße nicht grün; so wird die Polizei auch gerufen, weil zu laut gefeiert wird, der eine den anderen belehren will oder es Streitereien, Bedrohungen und Auseinandersetzungen der Anwohner untereinander mit einem wechselnden Personenkreis gibt, sagt Kriminalhauptkommissar Heinz Mikus von der Polizeiinspektion Hameln auf Anfrage. Eine dieser Streitereien muss auch Ausgangspunkt für die jüngste Attacke gewesen sein, wie die Polizei auf Anfrage mitteilte. Gegen 21 Uhr klingelte es an der Tür des 67-jährigen Salzhemmendorfers. Als der Mieter in dem Mehrfamilienhaus die Tür öffnete, seien ein 21- und ein 26-Jähriger aus der Nachbarschaft sowie eine weitere noch unbekannte Person in die Wohnung gestürmt.

Zunächst hat es offensichtlich verbale Auseinandersetzungen gegeben. Dann soll einer der Eindringlinge nach einem eisernen Schirmständer gegriffen haben, um damit auf den 67-Jährigen und die 64-Jährige, die bei ihm zu Besuch war, einzuschlagen. „Die Frau versuchte dem Angreifer entgegenzutreten, wurde geschubst und stürzte zu Boden, wobei sie sich unglücklicherweise den Arm brach“, berichtet Hauptkommissar Mikus. Der 67-Jährige musste außerdem Schläge gegen den Oberkörper und Kopf erleiden, bevor die Täter schließlich flüchteten. Während die 64-Jährige ins Krankenhaus eingeliefert wurde, brauchte sich der Mann nicht in ärztliche Behandlung zu begeben. „Wir ermitteln gegen die Tätergruppe wegen gefährlicher Köperverletzung. Dies wird sich aber noch einige Tage hinziehen, da wir die Tatverdächtigen noch nicht erreichen konnten“, sagt der Leiter der Polizeistation Salzhemmendorf, Karl-Heinz Brandt.

Der Polizeihauptkommissar berichtet, dass er und seine Kollegen häufiger und auch schon über einen längeren Zeitraum in die Wilhelm-Busch-Straße gerufen werden. „Dort kommt es zwischen acht bis zehn Personen, die in unterschiedlichen Mehrfamilienhäusern wohnen, immer wieder zu Konflikten, wobei auch Alkoholgenuss eine Rolle spielt“, sagt Brandt. Manch einer würde Recht und Ordnung durchsetzen wollen, andere würden sich dadurch gegängelt fühlen, und schon sei eine Auseinandersetzung da. Der Polizeihauptkommissar: „Unsere Ermittlungen drehen sich dann um Köperverletzungen, Bedrohungen, Beleidigungen und Sachbeschädigungen. Die Beteiligten, von denen einige auch schon straffällig geworden sind, wechseln, kommen aber immer aus der gleichen Personengruppe.“ Eines stellt der Polizeidienststellenleiter aber fest: „Niemand braucht Angst zu haben, im Dunkeln durch die Wilhelm-Busch-Straße zu gehen, auch wenn etwas anderes behauptet wird.“



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