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Hinweisschild aufgestellt und wieder abmontiert – am Ende bleibt alles, wie es war

Stoff für eine Posse: Schilda-Rätsel ist gelöst

Bäntorf. Es ist eine Geschichte, wie sie aus Schilda stammen könnte. Vielleicht sollte es einfach eine am Ende doch misslungene Überraschung der Gemeinde für die Bäntorfer sein – das gelbe Hinweisschild „Bäntorf“ in Kfz-Kennzeichengröße, das für wenige Wochen an der Zufahrt von der Verbindung Hohnsen– Coppenbrügge stand. Ohne dass die Bäntorfer wussten, warum und wer überhaupt es aufgestellt hatte, weil niemals in Ratssitzungen davon die Rede oder es gar protokolliert gewesen war. Nicht immer stoßen erfüllte Wünsche auf ungeteilte Begeisterung, mitunter sogar – und das hat ausnahmsweise nichts mit der EM zu tun – auf Rote Karte und Feldverweis von übergeordneter Stelle: Auf Wunsch der Einwohnerschaft von Bäntorf, so teilen es Bauamtsleiter Jürgen Krückeberg und der zuständige Sachbearbeiter Schaper im Coppenbrügger Rathaus mit, war im Dezember des vergangenen Jahres von Mitarbeitern des Bauhofes jenes Wegweiserschild „Bäntorf“ an der Landesstraße zwischen Hohnsen und Coppenbrügge aufgestellt worden – dort, wo eine von insgesamt zwei Zufahrten zum mit knapp 100 Einwohnern kleinsten Dorf im Flecken abzweigt. Die Straße ist schmal, so dass höchstens drei Radler, nicht aber zwei Autos einander bequem passieren können, für maximal 3,5 Tonnen erlaubt – ein „Gemeindeverbindungsweg“, der schlechthin eigentlich nur als Pkw-Schleichweg für eingeweihte Dörfler rundum und Richtung Hameln taugt. „Und dabei sollte es auch bleiben“, sagt Einwohnerin Erika Gehring: „Die Mehrzahl der Bäntorfer war überrascht, dass da auf einmal ein Schild stand!“ Was natürlich jede Menge Anlass zu leidenschaftlichen Diskussionen über das Für, Wider und Warum überhaupt dieses Schildes gegeben hatte. „Und zweitens ist ebenfalls die Mehrheit jetzt froh, dass das Teil wieder weg ist, noch bevor es mancher wahrgenommen hat!“ Denn wer auch immer zu denen gehört haben mag, die sich dieses Schild wünschten, ist nicht mehr feststellbar, ganz im Gegensatz zu dem Einschreiten des Landkreises: Der aufgestellte und nicht straßenverkehrsbehördlich angeordnete Wegweiser sei zu entfernen, so die Botschaft aus dem Straßenverkehrsamt nach einer Verkehrsbesprechung bereits am 14. Dezember 2011. Es sei Einvernehmen erzielt worden, so Pressesprecherin Sandra Lummitsch, „dass eine Wegweisung nach Bäntorf aufgrund des sehr schmalen Gemeindeverbindungsweges nicht erfolgen sollte, da unter anderem Begegnungsverkehr auf diesem ‚Weg‘ nur erfolgen kann, wenn der nicht befestigte Seitenraum mitgenutzt beziehungsweise -befahren wird.“ Ortsunkundige Verkehrsteilnehmer sollten daher nicht über den Gemeindeverbindungsweg geführt werden.

veröffentlicht am 14.06.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 09:21 Uhr

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Autor:

Ingrid Stenzel


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