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Hörspiel zum Zuschauen und eigens geschriebenes Feature sorgen für Nervenkitzel – auch bei den Männern

Starke Frauen sind in Coppenbrügge gefragt

Coppenbrügge (sto). Starke Frauen kommen gut an in Coppenbrügge. Ob Königin Luise von Preußen, die in diesem Jahr verstorbene Jugendrichterin Kirsten Heise oder Protagonistinnen aus Erzählungen und aus einem Hörspiel – die siebenteilige Veranstaltungsreihe „Morgen werde ich selbst Venus eifersüchtig machen“ von „Unser Dorf liest“ über Frauen und von Frauen zog die Zuhörerinnen und auch die Zuhörer in ihren Bann. Manche fehlten an keinem der Leseabende. Beispielsweise Marta Reck. „Jeder Abend hatte seinen eigenen Charakter. Die Zusammenstellung der Texte fand ich sehr gelungen“, bilanzierte die Benstorferin am letzten Abend. Auch die kleinen literarischen Plaudereien in den Pausen bei Tee und Gebäck habe sie genossen.

veröffentlicht am 24.11.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 22:21 Uhr

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Wegen großer Nachfrage sollen zwei Veranstaltungen im kommenden Jahr wiederholt werden – das von Heiner Stender eigens für die „Frauenserie“ geschriebene Feature über Königin Luise und das Kriminalhörspiel „Der Lauscher“ des Autors Donovan O’Malley. Es wurde präsentiert in Brünnighausen im Haus von Ariane und Jens Eggers, aber nicht wie ein übliches Hörspiel nur zum Zuhören, sondern auch zum Zuschauen. Auf zwei Etagen bei fast völliger Dunkelheit hatten sich Akteure von „Unser Dorf liest“ verteilt, um dem Publikum in einer szenischen Lesung die thrillerartige Handlung so nervenkitzelnd wie möglich rüberzubringen. „Ich habe dieses Stück vor einiger Zeit im Radio gehört und war total fasziniert von der Handlung“, erklärte Edeltraud Blötz, auf deren Initiative der Leseabend stattfand.

Zum Inhalt des Stücks: Protagonistin Ann ist mit ihrem Auto unterwegs. Während der Fahrt telefoniert sie mit Freunden und ihrer Familie. Die Gespräche halten sie in Atem. Als sich ein anonymer Anrufer meldet, der sich erstaunlich gut in ihrem Privatleben auskennt, ihre Telefonate abhört und keinen Hehl daraus macht, sie zu verfolgen, spitzen sich die Ereignisse zu. Ann landet im Straßengraben. Der Anonyme kündigt sein Kommen an…

Die Auswahl des Lesestoffs für die anderen Abende hatte Heiner Stender getroffen – mit „Königin Luise“, „Septembertee“ von Renan Demirkan, „Sommerlügen“ von Bernhardt Schlink, „Zehn Stories“ von Franka Potente, „Die Lügen der Frauen“ von Ljumila Ulitkaja und dem Buch der vor einigen Monaten verstorbenen Berliner Jugendrichterin Kirsten Heisig „Das Ende der Geduld“, in dem sich die bekannte Juristin mit einer konsequenten Ahndung jugendlicher Gewalttäter auseinandersetzt.

Der Sprecher der Coppenbrügger Kultur-Initiative ist rundum zufrieden mit der Resonanz an der Veranstaltungsreihe, die ein Dankeschön an das weibliche Publikum und die vorwiegend weiblichen Akteure sein sollte. „Nicht nur Stammgäste von „Unser Dorf liest“ habe ich gesehen, sondern auch neue Gesichter entdeckt“, betont Stender. Insgesamt schätzt er die Besucherzahl auf etwa 300. Die in seinem Laden geplante Lesung aus dem Buch der Jugendrichterin musste wegen der guten Beteiligung, auch vieler junger Leute, sogar ins Gemeindehaus Coppenbrügge verlegt werden.

Im Haus von Ariane und Jens Eggers wird das Hörspiel „Der Lauscher“ als szenische Lesung präsentiert. Foto: pr



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