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Baufällige Brückenwange soll für 55000 Euro saniert werden

Spezialisten für Burgsanierung kommen

COPPENBRÜGGE. Im September soll es losgehen: Unter Aufsicht der Denkmalschutzbehörde wird dann die Brückenmauer im Torbereich der Burg grundsaniert. Die Mauer muss dringend neu aufgebaut werden, denn sie ist im Laufe der Jahre immer mehr zur Seite gesackt und schiefer geworden.

veröffentlicht am 04.08.2017 um 16:28 Uhr

Die Brückenwange vor der Burg Coppenbrügge ist mit den Jahren immer mehr aus dem Lot gekommen. Foto: joa
Joachim Zieseniß

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Joachim Zieseniß Reporter Coppenbrügge-Salzhemmendorf zur Autorenseite
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Der Zahn der Zeit hatte eben an dem 700 Jahre alten baulichen Kern Coppenbrügges genagt.

Die Sanierungskosten für die Brückenwange beziffern sich auf 55 000 Euro. Die Finanzierung erfolge zu 50 Prozent aus dem EU-Förderprogramm „Leader“, mit 20 Prozent aus Mitteln des Landkreises Hameln-Pyrmont sowie mit einem Anteil der Gemeinde in Höhe von 30 Prozent, macht Bürgermeister Hans-Ulrich Peschka die Rechnung auf.

Nachdem die Ausschreibung der Sanierung der Brückenwange, die nach historischer Vorlage wieder in Natursteinen ausgeführt werden soll, bereits im Frühjahr erfolgt ist, konnte eine Fachfirma aus Thüringen gefunden werden, die auf historische Burgsanierungen spezialisiert ist. Sie wird das Natursteinpflaster der Brücke aufnehmen und neu verlegen, die Steinmauer mit der Mauerabdeckung demontieren und wieder lotgerecht aufbauen.

Verfugt werden soll das Mauerwerk historisch werkstoffgerecht mit Trass-Kalk.

Zwischen 1280 und 1300 erbauten die Grafen von Spiegelberg eine Wasserburganlage als Zentrum ihrer Grafschaft. 1303 wurde die Burg mit ihrer neuen Errichtung erstmals urkundlich erwähnt.

Während der „Spiegelberger Fehde“ 1434 wurde die Burg stark beschädigt, ab 1631 war der feudale Bau im nassauischem Besitz und bereits 1697 baufällig. Im 18. Jahrhundert wurde die Burg mit dem Haus Nassau-Oranien schlossartig im Stil des Barock erneuert.

Nach dem Verkauf 1822 an das Königreich Hannover wurde das Schloss abgerissen, nur das Fachwerk-Kanzleigebäude, das heutige Museum, blieb stehen. 1945 wurde die Ruine kurzzeitig als Steinbruch genutzt. Bereits im Sommer 2009 war ein Teil der Burgmauer umgestürzt; die herausgebrochenen Natursteine wurden – nach Vorgabe des Denkmalschutzes – bei der Restaurierung wiederverwendet. Die gesamte historische Anlage ist damals aufwendig als Coppenbrügger Dorfmittelpunkt saniert worden.



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