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Pläne stoßen auf Widerspruch / Karl-Heinz Brandt spricht sich für kostenloses Angebot aus

SPD und Grüne gegen höhere Kita-Gebühren

Coppenbrügge (gro). Als „unangenehmes Thema“ bezeichnet Bürgermeister Hans-Ulrich Peschka die bereits angekündigte Erhöhung der Gebühren in den Einrichtungen zur Kinderbetreuung in Coppenbrügge und Bisperode. In der Sitzung des Jugend- und Sportausschusses wies er allerdings auch darauf hin, dass Coppenbrügge mit den neuen Kita-Gebühren im Vergleich mit Hameln, Emmerthal, Salzhemmendorf und Hessisch Oldendorf im Mittelfeld liege. Die Erhöhung sei moderat und der Bürgermeister hofft, dass die Eltern sie akzeptieren werden.

veröffentlicht am 11.07.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 07:21 Uhr

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Die Gebühren sollen jetzt ab dem 1. August dieses Jahres wie folgt und je nach Betreuungszeit erhöht werden: 4 Stunden von 85 auf 95 Euro, 5 Stunden von 110 auf 119 Euro, 6 Stunden von 125 auf 142,50 Euro sowie 9,5 Stunden von 195 auf 225,50 Euro. Die Sonderöffnungszeit wird, resultierend aus den Beratungen der Kuratorien der Kirchengemeinden, in Coppenbrügge pro halbe Stunde Kita und Krippe vormittags bis 14 Uhr von 7,50 auf 10 Euro angehoben, die zwei Stunden Krippe nachmittags von 14 bis 16 Uhr in Bisperode von 50 auf 55 Euro. Die Geschwisterermäßigung beträgt für das zweite Kind 25 Prozent, für jedes weitere Kind 50 Prozent. Gleichzeitig wird mit dieser Erhöhung eine weitere um 3,5 Prozent zum 1. August 2013 angekündigt, was den Steigerungen der Lohnkosten und allgemeinen Lebenshaltungskosten entspreche.

Das Ausschussmitglied Karl-Heinz Brandt sprach sich im Namen der Fraktionen der SPD, Grünen und Piraten gegen die Erhöhung der Gebühren aus. Das durch die Bundesregierung gewollte Elterngeld sei kontraproduktiv und dieses Geld fehle in den Kindergärten. Eine Erhöhung der Kita-Gebühren führe vom Ziel weg, dass Kinder die Vor- und weitere Schulen aus seiner Sicht kostenlos besuchen sollten. Mit dem Veto der Fraktionen wollten diese ein Zeichen setzen. Achim Küllig (CDU) entgegnete Brandt, dass die Qualität der Kitas im Gemeindebereich sehr gut sei. Die Gemeinde habe seit 1991 bis heute immer für ein gutes Angebot gesorgt, am Anfang mit umgerechnet 45 000, heute mit 800 000 Euro. Die Gebühren seien gestaffelt, und das auch für Familien mit mehreren Kindern. Barbara Fahncke (SPD) bat zu bedenken, dass die Erhöhung zum Beispiel für eine Mutter, die Friseurin sei und die 9,5 Stunden Betreuung daher brauche, um 30,50 Euro ein „großer Happen“ sei.

Peschka gab zu bedenken, dass alles in Konsens gesehen werden müsse und sich hier niemand aus der Verantwortung ziehen könne. Nach sieben Jahren ohne Erhöhung der Kita-Gebühren falle sie nun doch sehr moderat aus. Allerdings pflichtete er Brandt in Bezug auf die Politik der Bundesregierung zu: „Gemeinsam müssen wir es hinbekommen, dass sich der Bund den Hut im Bereich der Bildung aufsetzt.“ In der anschließenden Abstimmung über die neuen Kita-Gebühren votierten vier Ausschussmitglieder für ja, drei für nein.



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