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Strom wird zu hundert Prozent verbraucht und nicht eingespeist

Sonnenenergie für die Kläranlage

Coppenbrügge. Kläranlagen haben im Betriebsablauf einen immensen Stromverbrauch, der sich dementsprechend massiv im Haushalt der Kommune zu Buche schlage, erklärt Jürgen Krückeberg, Leiter des Bauamtes und Eigenbetriebes in Coppenbrügge. Laut Umweltbundesamt werden deutschlandweit in insgesamt etwa 10 000 kommunalen Klärwerken pro Jahr etwa 4400 Gigawattstunden Strom für die Abwasserreinigung in Kläranlagen aufgewendet. Das bedeutet pro einzelnen Bundesbürger im Mittel nur 34,0 kW/h und rund vier Prozent seines Individualverbrauchs. Für die Kommunen dagegen gehören die Klärwerke mit einem durchschnittlichen Anteil von 20 Prozent zu den größten Posten des kommunalen Stromverbrauchs. Es gelte daher, mit zusätzlichem Blick auf weiterhin steigende Strompreise, auch hier einzusparen, „und wenn in noch so kleinen Schritten“, sagt Krückeberg.

veröffentlicht am 04.03.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 18:21 Uhr

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Ein „sehr kleiner Schritt“ ist mit der Installation einer Fotovoltaikanlage auf dem Betriebsgebäude des Klärwerks gemacht worden: Eine Investition des kommunalen Eigenbetriebes im Jahr 2013, die ein knappes Zehntel des Strombedarfs der Kläranlage decken wird – vorfinanziert von den Stadtwerken Weserbergland. „Wir produzieren Strom, der zu hundert Prozent auf der Kläranlage selbst verbraucht und nicht eingespeist wird“, so Krückeberg. Denn gerade dort sei die Stromproduktion durch eine Fotovoltaikanlage sehr sinnvoll. „Der Strom wird tagsüber produziert, genau dann, wenn der Bedarf durch die Vielzahl von elektrischen Anlagen wie unter anderem Pumpen, Rührwerke und Schnecken hoch ist; der Hauptstromverbrauch in der Kläranlage liegt zwischen 6 und 20/21 Uhr.“ Die Herstellungskosten beziffert der Bauamtsleiter mit 33 300 Euro, den jährlichen Stromertrag mit 3456 Euro. „Die Amortisationszeit beträgt somit 9,5 Jahre.“ Auch wenn die Stromproduktion mit 16 000 kW/h nicht einmal zehn Prozent des gesamten jährlichen Stromverbrauchs der Kläranlage von 240 000 kW/h ausmachten, finanziell werde sich die Investition bei weiterhin ansteigender Energiepreisentwicklung zunehmend bezahlt machen.ist

Eine Fotovolatikanlage versorgt die Kläranlage mit Strom.ist



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