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Soll Salzhemmendorf ins Dorfentwicklungsprogramm?

SALZHEMMENDORF/WALLENSEN. Der Ball liegt jetzt bei der Politik. In den Fraktionen und anschließend bei der Sitzung des Verwaltungsausschusses soll beraten werden, ob im Flecken Salzhemmendorf die Aufnahme in das Dorfentwicklungsprogramm des Landes beantragt wird. Profitieren könnten Wallensen, Thüste, Ockensen und eventuell Levedagsen.

veröffentlicht am 14.09.2018 um 12:10 Uhr
aktualisiert am 14.09.2018 um 21:40 Uhr

Die Dorfgemeinschaft in Wallensen hat den Wunsch geäußert, einen Antrag zur Aufnahme in das Dorfentwicklungsprogramm des Landes zu stellen. Foto: gök
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Christian Göke Reporter
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In Wallensen fanden in den letzten Jahren schon einige Treffen der Dorfgemeinschaft statt, wo man schließlich den Wunsch nach Aufnahme in das Programm in die Politik gebracht hat. Dabei könnte nach Meinung der Wallenser eine Dorfentwicklung für Wallensen, Thüste, Ockensen und eventuell Levedagsen ins Auge gefasst werden. Bei der Sitzung des Kultur- und Dorfentwicklungsausschusses diskutierten die Mitglieder jetzt sogar noch eine Erweiterung. Heiko Wiebusch – früherer Projektmanager und jetzt Angestellter der Stadt Hessisch Oldendorf – klärte die Anwesenden über das Dorfentwicklungs-Programm auf.

Das Dorfentwicklungsprogramm könnte viele Förderungen auf den Weg bringen. Ob Abbau, Umbau, Hochwasserschutz, Erhalt, Gestaltung oder vieles mehr – einiges ist bei den Projekten denkbar. Öffentliche Projekte könnten dabei mit 63 Prozent plus zehn Prozent durch Leader-Maßnahmen gefördert werden. Aber auch private Haushalte könnten von der Förderung profitieren. Mit 25 Prozent plus fünf Prozent extra aufgrund der Zugehörigkeit zur Leader-Region können für Privatpersonen Projekte gefördert werden.

In Hessisch Oldendorf wurde mittlerweile das zweite Dorfentwicklungsprogramm beantragt. Wiebusch zeigte den Ausschussmitgliedern den zeitlichen Ablauf des Antragsverfahrens und etwaige Kosten auf. Der Antrag muss dabei für mindestens drei Dörfer gestellt werden, wobei der Antrag immer bis zum 1. August im Amt für regionale Landesentwicklung Leine-Weser in Hildesheim vorliegen muss. Laut Wiebusch schaffen es pro Jahr in der Regel nur ein bis zwei Dörferregionen neu in das Programm, wobei die Zahl der Anträge aber höher ist. Daher kann sich eine Zusage in das Programm über mehrere Jahre hinziehen. Der Aufnahmeantrag ist ein aufwendiges Verfahren, wobei für externe Begleitung durch ein Planungsbüro Kosten zwischen 5- und 10 000 Euro eingeplant werden können. Nach einer etwaigen Aufnahme des Antrages dauert der Förderzeitraum dann in der Regel sieben Jahre an. Zu Beginn müsste dann ein Dorfentwicklungsprogramm entworfen werden, was je nach Aufwand rund ein Jahr Arbeitszeit und Kosten zwischen 40- und 80 000 Euro aufwerfen würde. Allerdings wären diese Kosten förderfähig bis 73 Prozent. „Die Dorfentwicklung ist vor allem eine Chance für private Eigentümer. Förderprogramme für Privathaushalte sind sonst rar gesät“, so Wiebusch. Wiebusch betonte in seinen Ausführungen, dass strategische Planungen am Anfang sehr wichtig sind. Dazu zählt, welche Orte man in die Anträge mit einbeziehe.

„Für das ganze Projekt ist ein langer Atem erforderlich. In Wallensen ist aber schon viel Bürgerbeteiligung gelaufen, weshalb man das unterstützen sollte. Langfristig sollte man überall etwas machen. Allerdings muss man auch gucken, welcher Ort da wach ist“, so Dietmar Müller (Grüne) in der Diskussion.



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