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Mehrheitsgruppe kritisiert Antrag der BWG zum Schulentwicklungskonzept / Beratung in Fachausschuss verschoben

„So unnötig wie ein Kropf“

Salzhemmendorf. Die Diskussion über die Entwicklung der Grundschulen im Flecken dauert an. Im Rat Salzhemmendorf hatte Ratsmitglied Udo Stenger von der Bürger- und Wählergemeinschaft (BWG) einen Antrag eingebracht, indem er forderte, dass die Verwaltung jetzt „keine Maßnahmen und Geld“ ergreifen solle, um darauf vorzubereiten, den Schulstandort Salzhemmendorf dreizügig auszubauen. Nach längerer Diskussion über Sinnhaftig- oder Sinnlosigkeit des Antrages in der Ratssitzung wurde einstimmig beschlossen, diesen zunächst im zuständigen Fachausschuss zu behandeln.

veröffentlicht am 27.06.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 10:21 Uhr

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Im Antrag heißt es, der Rat solle beschließen, „keine weiteren Maßnahmen durch die Verwaltung einzuleiten, um den Standort Salzhemmendorf als vollen dreizügigen Standort auszubauen“. Als „so unnötig wie ein Kropf“ kritisierte SPD-Politiker Walter Kramer die Forderung. Es stehe nichts Neues drin, sondern die angesprochenen Punkte seien bereits im Schulentwicklungskonzept aufgeführt worden. Auch Manfred Roth (SPD) wies den Antrag als unnötig zurück und forderte, sich stattdessen lieber mit dem Problem der zurückgehenden Geburtenzahlen und dem Thema Inklusion zu beschäftigen. Beides Aspekte, an denen man arbeiten müsse. Auch Wilhelm Koops (Grüne) bestätigte, dass man übereingekommen sei, keine vorzeitigen Maßnahmen zu ergreifen: „Es ist keine Handlungsnotwendigkeit zu erkennen.“

Vorausgegangen war dem Antrag eine Studie zum Grundschulstandort Salzhemmendorf, die die Kommune bei der Niedersächsischen Landgesellschaft mbH in Auftrag gegeben hatte (wir berichteten). Darin war aufgezeigt worden, dass es zunächst nicht erforderlich sei, über einen An- oder Umbau für die Grundschule Salzhemmendorf nachzudenken. Noch würden die dortigen Raumkapazitäten ausreichen, um die Schüler aus Lauenstein und Wallensen nach der Schließung der dortigen Grundschulen aufzunehmen, eine Dreizügigkeit im gesamten Flecken sei bereits im kommenden Schuljahr 2013/14 gegeben, so die Ergebnisse der Studie. Die Grundschule Oldendorf sei von einer dauerhaften Zweizügigkeit „weit entfernt“, nur zwei der nächsten fünf Jahrgänge werden dort zweizügig, was auf Dauer eine Zusammenlegung von Standorten notwendig mache.

Auch die Aktiven Bürger äußern sich in einer Pressemitteilung erneut zum Schulkonzept, das sie als „Schildbürgerstreich“ bezeichneten. „Verstehen die Ratsmitglieder ihr eigenes Konzept nicht mehr?“, so die provokante Frage. Abgesehen vom Beschluss des Rates sei es „nicht ausschlaggebend, ob Oldendorf ein- oder zweizügig“ sei. Jahrzehntelang seien die Schulen in Lauenstein und Wallensen erfolgreich einzügig gewesen, zudem seien „Nachnutzung und Einspareffekte nach wie vor nicht in Sicht“, heißt es in der Stellungnahme des Vereins. Der Rat hatte beschlossen, dass die Schule Oldendorf zu schließen sei, „wenn die Zweizügigkeit dauerhaft nicht mehr gewährleistet ist“. Eine Schließung im Jahr 2018 ist aufgrund aktueller Berechnungen und Prognosen anvisiert, sollten sich die Schülerzahlen anders entwickeln, könnte die Schule theoretisch auch länger bestehen.ch



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