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Shd13/Straßen Oldendorf

Oldendorf. Enge Straßen mit schmalen oder sogar fehlenden Bürgersteigen prägen den Ortskern Oldendorfs. Dieser historische Charakter ist einerseits erhaltenswert, führt anderer-seits aber häufig zu brenzligen Verkehrssituationen. Nämlich dann, wenn Fahrzeugführer die Geschwindigkeit nicht den Straßenverhältnissen anpassen, die Vorfahrtsregelung „Rechts vor links“ missachten oder sogar auf die Bürgersteige ausweichen, um Engpässe zu überwinden. Beispielsweise in der Hagenstraße. „Aufgrund der geringen Fahrbahnbreite der gesamten Straße kommt es häufig zu Situationen, bei denen Fahrzeuge auf den Gehweg oder auf Grundstückseinfahrten aus-weichen müssen, um aneinander vorbeizukommen“, weiß Anwohner Jörg Ziegenmeyer. Fußgänger, die sich in dem Moment auf dem Gehweg befinden, müssen sich schleunigst in Sicherheit bringen. Solche Situationen werden vorwiegend durch den zunehmenden Schwerlastverkehr und durch landwirtschaftliche Fahrzeuge ausgelöst. Dass eines Tages ein schwerer Unfall, beispielsweise mit Kindern, passieren könnte, sei nur eine Frage der Zeit. Im Mai sei der Kater von Anwohnerin Iris Termer von einem Fahrzeug, das mit überhöhter Geschwindigkeit die Hagenstraße passierte, überfahren und schwer verletzt worden.

veröffentlicht am 20.11.2013 um 20:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 00:41 Uhr

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Autor:

Christiane Stolte
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„Ein Kind hätte nach Augenzeugenberichten so einen Unfall mit großer Wahrscheinlichkeit nicht überlebt“, betonte Ziegenmeyer in der Sitzung des Ortsrats. Außerdem seien Gehwege und Grundstückseinfahrten nicht ausgelegt für eine Belastung durch den Schwerverkehr. Mit einem Schreiben hatte er das Gremium aufgefordert, sich für Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssituation einzusetzen. Sein Vorschlag – den Bereich „Hagenbrink“, „Hagenstraße“ und „An der Saale“ umzuwandeln in eine Tempo-30-Zone und die Hagenstraße in mindestens eine Fahrtrichtung für den Schwerlastverkehr zu sperren.

In seiner Kritik an den Verkehrsbedingungen in dem genannten Bereich wird Ziegenmeyer von anderen Anwohnern unterstützt. Es sei „höchste Eisenbahn“, dass dort etwas geschehe, hieß es. Cornelia Hessing hält eine Tonnagebeschränkung für die sinnvollste Maßnahme. „Eine 30er-Zone bringt nichts“, betonte die Anwohnerin der Hagenstraße. Auch die Einrichtung einer Einbahnstraße für den gesamten Verkehr wurde von einigen Seiten vorgeschlagen.

Mit ihrem Anliegen stießen die anwesenden Bürger bei den Ortsratsmitgliedern auf offene Ohren. Alle waren sich einig, dass etwas geschehen müsse. Aber was? Vielleicht Einbahnstraße oder Tempo 30? „Eine Einbahnstraße für alle Fahrzeuge wäre kontraproduktiv für das Dorfleben“, meinte Thomas Hampe (Aktive Bürger). Das sollte nur für den Schwerverkehr gelten. Wo aber soll der Schwerverkehr sonst fahren? „Wir können nicht eine Straße entlasten und eine andere Straße belasten“, betonte Siegfried Müller (CDU). Eine Tonnenbeschränkung in beide Richtungen sowie eine Tempo-30-Zone wurde von dem Gremium im Sinn der Bürger als die sinnvollste Lösung in Betracht gezogen. „Das ist einfach zu gestalten und wirkungsvoll“, betonte Ortsbürgermeister Eckhard Füllberg.

Eine Verkehrsmessung in der Hagenstraße vom 30. August bis 6. September 2013 hatte eine Bilanz von insgesamt 9126 Verkehrsteilnehmern ergeben. Das waren 1521 am Tag. 0,58 Prozent der Verkehrsteilnehmer waren mit einer Geschwindigkeit von über 50 Stundenkilometern unterwegs. Die Geschwindigkeit von 85 Prozent der Teilnehmer lag im Durchschnitt bei 48,92 Stundenkilometern. Gemessen wurden aber auch Geschwindigkeiten von 128, 113, 91 und 78 km/h.



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