weather-image
15°

Shd13/Naturbad-Teich

Salzhemmendorf. Seit Monaten bewegt die Salzhemmendorfer die Frage, ob das Freibad Wallensen noch zu retten ist. Zunehmend mehr Sorgen bereitet jetzt das Naturerlebnisbad Lauenstein. Bei der Diskussion um die anstehende fünfjährige Verlängerung der Nutzungsverträge stellten die Vorstandsmitglieder des Naturerlebnisbades Lauenstein klar, dass es mit den 22 000 Euro Betriebskostenzuschuss und den im Haushalt bewilligten 10 000 Euro für einen neuen Filter auf Dauer nicht getan ist. Durch den geplanten Einbau des Filters könne zwar das Eisen aus dem zugeleiteten Brunnenwasser mit Masse rausgefiltert werden, aber Hartmut Höhne vom Vorstand schätzt, dass in etwa drei Jahren die Sanierung des Regenerationsteiches ansteht. Nach ersten Schätzungen muss der Teich komplett neu angelegt werden, da die Folie des Teiches wohl nur auf zehn Jahre Haltbarkeit ausgelegt ist. Dies würde Kosten in Höhe von 80- bis 100 000 Euro verursachen. Nach Ansicht eines dazu befragten Technikers sind außerdem beim Anlegen des Teiches auch Fehler gemacht worden. So hätte die Teichumrandung etwas höher sein müssen als das benachbarte Gelände. Schmutzpartikel werden bei jedem Regen mit in den Teich gespült, wodurch die Wasserqualität verschlechtert wird. Noch mehr Probleme machen aber Wasservögel wie Enten oder Gänse, deren Kot das Wasser sehr belastet und für viele Kolibakterien sorgt. Derzeit hat der Verein daher den Teich mit Flatterband überspannt, wodurch Vögel vom Landen auf dem Teich abgehalten werden sollen.

veröffentlicht am 09.12.2013 um 21:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 23:21 Uhr

270_008_6778895_lkcs101_1012.jpg

Autor:

Christian Göke
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Bei der Bürgerversammlung in Wallensen hatte Karsten Appold das Bäderkonzept der Mehrheitsgruppe von SPD, Grünen und FWS vorgestellt (wir berichteten). Im Ausschuss für Sport und Soziales ging er ins Detail. Er stellte dabei klar, dass die Zukunft des Freibades Wallensen und von einem dort beabsichtigten Freizeitanlagenkonzept an der Reaktivierung der Sole-Quelle hängt. Diese Frage müsse zunächst geklärt werden.

„Wir sind vor zwei Jahren vielleicht ein bisschen blauäugig in den Vorstand gekommen“, erklärt Hartmut Höhne. Nachdem die Vereinsführung zurückgetreten war, wollte die neue Vorstandsspitze um Wolfgang Schünemann und Günter Wendlandt das Bad in erster Linie erhalten. „Doch seit dem Wechsel sind wir einer enormen psychischen Belastung ausgesetzt. Unsere Gedanken drehen sich um viele Dinge wie Wasserqualität und mögliche Konsequenzen durch das Gesundheitsamt bei zu schlechter Wasserqualität“, erklärt Höhne. Udo Stenger (BWG) erklärte in der Diskussion um die Höhe der Betriebskostenzuschüsse, dass man beim Bau des Lauen-steiner Naturbades schon wusste, dass man nur rund zehn Jahre ohne große Folgekosten das Bad betreiben konnte. „Wir können froh sein, dass es jetzt schon 15 Jahre geworden sind!“ Die gesetzlichen Bestimmungen zum Betrieb eines Naturbades waren zudem vor 15 Jahren auch noch nicht so streng.

Karl-Heinz Grießner (SPD) und Karsten Appold (Grüne) von der Mehrheitsgruppe erklärten aber unisono, dass man aufgrund der Haushaltslage derzeit gar nicht mehr finanzielle Mittel bereitstellen könne. „Der Haushalt ist so schon spitz auf Kante gerechnet“, so Grießner. Mit den zusätzlichen 10 000 Euro zu den Betriebskosten für den Filter geht die Mehrheitsgruppe hier an das derzeitige Maximum. Für das Waldbad Osterwald ist ein Zuschuss von 19 000 Euro und für Wallensen sind 5000 Euro eingeplant. Dort soll das Bad in einem vernünftigen Zustand bis zur endgültigen Klärung der Zukunft gehalten werden.

Nicht ganz nachvollziehen konnte Petra Haehnel (SPD) die Kritik von Wolfgang Schünemann an einigen Inhalten des Bäderkonzeptes zum Bad in Lauenstein. Denn Schünemann meint, dass etwa Motorradfahrer dem Bad nicht weiterhelfen würden. „Von denen hat unser Bad nichts“, so Schünemann. Auch auf Radfahrer sollte man sich nach seiner Meinung nicht spezialisieren, da es in Lauen-stein nicht einen Radweg gibt. Ebenfalls kritisch sieht Schünemann auch die Wohnmobilstellplätze am Bad. Die wurden in den vergangenen Jahren einfach nicht angenommen. Grießner stellte klar, dass man das Bad voranbringen wollte und über vieles nachdenken sollte.

Künftig soll auch eine Arbeitsgemeinschaft die Bäder voranbringen. Dort soll ein Ideenaustausch stattfinden und gegenseitige Unterstützung geleistet werden. Mit den Konzepten Naturbad in Lauenstein, Sportbad in Osterwald und Freizeitanlage in Wallensen will die Mehrheitsgruppe die Bäder im Flecken schließlich erhalten. Eine Gegenstimme erhielt das Bäderkonzept im Ausschuss schließlich nicht, Marita Schütte und Horst Wichmann (beide CDU) enthielten sich der Stimme. Die Verlängerung der Nutzungsverträge wurde einstimmig beschlossen.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2019
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Weiterführende Artikel
    Anzeige

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Kommentare
    Kontakt
    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt
    X
    Herzlichen Glückwunsch, Ihr Adblocker funktioniert!

    Wir verstehen, dass Sie nicht hier sind, um Werbung zu sehen.
    Aber Werbe- und Aboeinnahmen sind wichtig für unsere journalistische Arbeit.


    Unterstützen Sie unseren Qualitäts-Journalismus, indem Sie Ihren Adblocker deaktivieren
    oder sich mit einem gültigem Digital-Abo anmelden.

    Sie haben ein Digital-Abo? Hier anmelden!

    Noch kein Digital-Abo?