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Marienau. In der Ortsmitte, aber etwas abseits der verkehrsreichen Bundesstraße 1 gelegen, schmiegt sich ein idyllisches Ensemble an den Wasserlauf der Aue – der Klostergarten und die Sankt-Marien-Kapelle. Dieses historische Gebäude erinnert an ein Karmeliterkloster, das seit Ende des 16. Jahrhunderts nicht mehr existiert. Aus den Mauerresten war zwischen 1726 und 1729 die kleine Kapelle errichtet worden. Sie wird von der evangelischen Kirchengemeinde für Gottesdienste und von der Dorfgemeinschaft für kulturelle Veranstaltungen genutzt. In den vergangenen Jahren waren Risse an den Wänden sichtbar geworden, die immer größere Ausmaße annahmen. Einer der Risse zog sich durch die gesamte Wand.

veröffentlicht am 28.04.2015 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 16:41 Uhr

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Autor:

Christiane Stolte
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Der Kirchenvorstand beschloss deshalb eine Renovierung. Mit tatkräftiger Unterstützung heimischer Firmen und der Dorfgemeinschaft sowie der Bereitstellung einiger Sach- und Geldspenden war im September 2014 mit den Arbeiten begonnen worden – nach den Plänen von Thido Saueressig, Architekt des Amtes für Bau- und Kunstpflege Hildesheim. In gemeinsamer Aktion wurden die Risse aufwendig verputzt, die Wände gestrichen, der Fußboden erneuert und die Decke renoviert, um nur einiges zu nennen. Mehr als 400 Stunden ehrenamtliche Arbeit stecken in der Sanierung, während Unternehmen vielfach auch Material spendeten. Bei den Arbeiten gab es eine Überraschung. „Beim Freilegen des Putzes kamen Bögen einer Krypta zum Vorschein“, erzählt Gerd Godt, dem die „Schlüsselgewalt“ über die Kapelle übertragen ist. Es wird vermutet, dass die Bögen bei der letzten Sanierung der Kapelle vor 51 Jahren verputzt worden sein könnten. Nun aber sind sie frei sichtbar – und sollen es auch bleiben. „Irgendwann sollen sie mit Glasscheiben versehen werden, um den kalten Luftzug abzuhalten“, betont Godt. „Irgendwann“ bedeutet – erst muss wieder Geld vorhanden sein. Das gilt auch für die Renovierung der Orgel. Im Zuge der Kapellenrenovierung war sie von einem Fachmann begutachtet und für sanierungsbedürftig erklärt worden. Etwa 15 000 Euro wären für die Renovierung nötig.

Außer der Sanierung des Innenraums der Kapelle gibt es aber noch etwas Neues. Während der Andacht zum „Wittmusfest“ hatte Pastor Thomas Koch eine etwa 50 Zentimeter große Marienstatue aus Lindenholz enthüllt. Sie wurde eigens für die Kapelle von einem Bildhauer gefertigt und durch eine Spende einer ehemaligen Einwohnerin aus Marienau finanziert. Aufgestellt ist die Figur in einer kleinen Nische, die ebenso wie die freigelegten Bögen beleuchtet werden kann. Mit der Figur soll der Name der Kapelle „St. Marien“ unterstrichen werden. Die Kapelle ist für Besucher geöffnet an Samstagen, Sonn- und Feiertagen von 11 bis 18 Uhr. Das Manko einer fehlenden Toilette für Besucher der Kapelle und des von der Dorfgemeinschaft gepflegten Klostergartens wurde ebenfalls behoben. Im gegenüberliegenden sogenannten „Eulenturm“ ist seit einiger Zeit eine barrierefreie Sanitäranlage eingebaut (wir berichteten). Übrigens: In der Kapelle sollen die Gebeine von Johann von Hildesheim ruhen, dem Prior des damaligen Karmeliterklosters.

Pastor Thomas Koch präsentiert die neue Marienstatue.

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Auch die Eingangstür der Kapelle wurde gestrichen.

Der Innenraum der Kapelle wirkt nach der Sanierung hell und freundlich.

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