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Laienspiel-Klassiker in Herkensen erstmals mit Brünnighäusern

Sechs Richtige – oder doch nur fünf?

Herkensen. Alles wie immer – aber diesmal doch nicht so ganz: Am Samstag vor dem vierten Advent versammelt sich die gesamte Dorfgemeinschaft, um mit Freunden und Familie abzulachen, was Zwerchfell und individueller Humor hergeben, aushalten und vertragen können. Wenn jetzt die Feuerwehr als Veranstalter des Laienspielabends zum Samstagabend in Buchheisters Halle einlädt, dürfen die Erwartungen wieder und in diesem Jahr besonders hochgeschraubt sein. Denn erstmals wird Gaudi von der Bühne in Kooperation und Doppelpack von zwei Ortsteilen serviert: Mit von der Partie auf den Brettern, die die Fleckenwelt bedeuten in der Maschinenhalle, ist erstmals die Laienspielgruppe aus Brünnighausen – ihrerseits auch nicht eben als Miesepeter bekannt. In Zeiten des demografischen Wandels würden auch Laienspieler rund um den Ith nicht eben zahlreicher, stellt Ingo Heinz, Spielleiter der Herkenser Truppe bei den Proben fest und sieht „Interortsteilige Kooperation (IOK)“ als probates und hoffnungsträchtiges Pendant zur „Interkommunalen Zusammenarbeit (IKZ)“, wenn es ums Lachen geht. Lachen wie nie, verspricht Heinz den Besuchern in Buchheisters Halle, wenn dort nächtens geträumte Lottoträume zwar wahr, aber gleichwohl durch Schusseligkeit voll vergeigt werden – weil zwar Hausnummer, Anzahl der Stufen zur Wohnung, Datum des Steuerabgabetermins, selbst persönlicher Schuldenstand getippt und gezogen, aber die Jahreszahl des Kriegsausbruches vermasselt wird, weil es ja derer zwei gegeben hat. Sechs Richtige oder doch nur fünf? Verfrühte Bestellung der luxuriösen „Makkaronischrankwand“ fürs künftige Wohninterieur gehobenen Standards oder Gefängnis für die ganze Familie? Schreinermeister Otto ein Lottokönig oder Lottoloser? Am Ende seelischer Turbulenzen wird alles gut. Wenig Zeit zum Luftholen versprechen auch die Brünnighäuser, bei denen es um die Erkenntnis geht, dass auch Posthalterkompetenzen bisweilen an ihre Grenzen stoßen: dann nämlich, wenn der Oberinspektor vor der Tür steht, gleichzeitig aber dringlichst die Ziege gemolken werden muss, die dies jedoch nur in flatterndem Rockbeinkleid des Melkers duldet. Bleibt die Hoffnung, dass die Herkenser Jugendlaienspielgruppe mit „Wenn die Stadtkapelle spielt“ das Zwerchfell des Publikums nicht gänzlich überstrapaziert. Eingeladen ist für den 21. Dezember um 18 Uhr in Buchheisters Halle – wie immer.ist

veröffentlicht am 19.12.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 22:41 Uhr

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