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Horst-Friedrich Hölling will Anzahl der Tiere von 1488 auf 4382 erhöhen und informiert die Bürger

Schweinestall in Hemmendorf wird erweitert

Hemmendorf (hen). In einer frühzeitigen Informationsveranstaltung hat Horst-Friedrich Hölling interessierten Bürgern die Pläne zur Erweiterung seines Schweinemastbetriebes vorgestellt. Der Landwirt aus Hemmendorf will hinter dem vorhandenen Schweinestall in östlicher Richtung einen neuen errichten. Die Gesamtzahl der Tiere erhöht sich von 1488 auf 4382.

veröffentlicht am 03.04.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 09:21 Uhr

H.-F. Hölling
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Frank Wöbbecke, beim Landkreis Hameln-Pyrmont im Fachdienst Wasser, Abfall und Bodenschutz für den Immissionsschutz zuständig, erklärte den zahlreich erschienen Zuhörern vor dem Eintritt in die Sitzung des Bauausschusses detailliert die einzelnen Schritte des Genehmigungsverfahrens. Die erforderlichen Gutachten – beispielsweise zu Geruch, Staub und Ammonaik – seien bereits erstellt und hätten keine rechtlichen Bedenken gegen die Erweiterung ergeben.

Der vorhandene Stall umfasst 2000 Quadratmeter, weitere 3400 Quadratmeter bebaute Fläche sollen hinzukommen. Zusätzlich wird ein neuer Güllebehälter mit einem Lagervolumen von 4239 Kubikmetern hinter dem Stall gebaut. „Es werden dafür auch rund 5000 Quadratmeter an Ausgleichsflächen geschaffen, durch Streuobstwiesen und Aufforstungen“, sagte Hölling bei der Veranstaltung im Dorfgemeinschaftshaus Hemmendorf. Wie umfangreich das Genehmigungsverfahren für die Erweiterung des Stalles ist, verdeutlichte er mit einem Foto, das er mit einem Schmunzeln präsentierte – zeigte es doch 17 prall gefüllte Aktenordner, „die ich Herrn Wöbbecke bringen musste“. Der Landkreismitarbeiter verdeutlichte, es sei lediglich Aufgabe der Behörde, auf die rechtlichen Rahmenbedingungen hinzuweisen. Zurzeit werde die Vollständigkeit des Antrages geprüft. Das Verfahren befinde sich in einem recht frühen Stadium, doch Hölling betonte, er habe die Öffentlichkeit bewusst informieren wollen, „um Gerüchten vorzubeugen“. Wegen der einzuhaltenden Fristen und einzuholenden Stellungnahmen sei mit einer Genehmigung frühestens in sieben Monaten zu rechnen.

Hölling plant – abhängig davon, wann die Genehmigung erteilt wird – den Baubeginn für das Frühjahr des kommenden Jahres; eine Fertigstellung könnte im Herbst 2010 erfolgen. „Vielleicht baue ich aber auch in Etappen; das hängt von der allgemeinen Wirtschaftsentwicklung und den Schweinepreisen ab.“ Zu der Investitionssumme für den Erweiterungsbau wollte Hölling keine Angaben machen. Auf die Frage von Petra Haehnel (SPD-Ratsmitglied), warum er die Zahl der Tiere um 200 Prozent erhöhen wolle, verwies der Landwirt auf die Wirtschaftlichkeit, die sich auch für ihn rechnen müsse. Er wies darauf hin, dass er die Ferkel in der Region kaufe, sie mit hofeigenem Futter mäste und dann über den Schlachthof Gleidingen auch das Fleisch in der Region vermarktet werde. „Die Tiere machen also keine Reise durch Europa“, so Hölling, der schließlich auch die anfallende Gülle auf die eigenen Felder ausbringt und so „einen fast geschlossenen Kreislauf“ garantiere. Die künftig zusätzlich anfallende Gülle werde ihm ein Landwirt aus Lauenstein abnehmen. Er erwarte außerdem, dass künftig vermehrt Gülle eingesetzt werde, weil die Düngemittelpreise explodiert seien.

Landwirt Horst-Friedrich Hölling will hinter dem vorhandenen Schweinestall in Hemmendorf in östlicher Richtung einen neuen errichten.

Foto: pr



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