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Bilder zeigen verfallene Gebäude

Schwarz-Weiß-Fotografien: Ausstellung unter Tage

OSTERWALD. Verfallene Gebäude sind den meisten Leuten wohl eher ein Dorn im Auge. Manchmal lohnt es sich aber, genauer hinzuschauen. Auch Gebäudeüberreste können ihren Charme haben.

veröffentlicht am 09.09.2018 um 15:22 Uhr

Dr. Olaf Grohmann, Martin Stöber und Hartmut Möller (v. li.) erklären den Besuchern der Vernissage im Hüttenstollen die Gebäude auf ihren Fotografien. Foto: sto
Stolte Christiane

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Christiane Stolte Reporterin
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Dr. Olaf Grohmann, Hartmut Möller und Martin Stöber haben sich deshalb mit ihren Kameras auf den Weg gemacht, um verfallene oder transformierte Gebäude festzuhalten. Ebenso ungewöhnlich wie ihre Fotomotive ist der Ort, in dem sie ihre Bilder präsentieren – der Hüttenstollen in Osterwald.

Auf der Grundstrecke des ehemaligen Förderstollens eines ehemaligen Steinkohlenbergwerks präsentiert das Trio zehn Schwarz-Weiß-Fotografien mit Objekten der Industriekultur aus dem Montansektor – verfallene, transformierte und einige noch in Betrieb befindliche. Zu sehen ist ein ehemaliges Transformatorenhaus in Obernkirchen, das der Stromversorgung des Ortes vom Georgschacht aus diente. Von der ehemaligen Zeche Georgschacht in Stadthagen hat Dr. Grohmann das zerfallende Verwaltungsgebäude mit der Kamera festgehalten. Eine Detailaufnahme der ehemaligen Brikettfabrik in Obernkirchen sieht direkt idyllisch aus. Der Kalksteinbruch Salzhemmendorf am Thüster Berg weckt Interesse. „Mit unseren Fotografien möchten wir auch das Interesse von Nichtfachleuten wecken, die sich vermutlich solche Objekte nicht unbedingt ansehen würden“, sagt Hartmut Möller bei der Ausstellungseröffnung. Möller arbeitet als Architekturjournalist, Dr. Grohmann ist Historiker, Publizist und Verleger. Ebenso wie Martin Stöber, der zudem als Geograf tätig ist.

Die Ausstellung „10 Fotos unter Tage“ ist ein Projekt des Vereins „Netzwerk Industriekultur im mittleren Niedersachsen“ in Kooperation mit dem Verein zur Förderung des Bergmannswesens Osterwald. Es ist der erste Baustein eines größeren Projekts, das den Arbeitstitel „Montanregion Mittelniedersachsen“ trägt. Im Fokus dieses Vorhabens stehen bergbauhistorische Relikte der Region nördlich des Harzes – einerseits, um deren Vorhandensein zu dokumentieren, andererseits, um zu belegen, dass Bergbau und Rohstoffverarbeitung dort eine lange Geschichte haben, deren Spuren noch zu finden sind. „Die Suche und Dokumentation ist ein interessantes und zugleich lohnendes Unterfangen, vor allem, wenn neben das Erinnern auch der didaktische Anspruch tritt, für die Zukunft Lehren aus der Vergangenheit zu ziehen“, betont Dr. Grohmann. Vier weitere Bausteine sollen nach und nach an anderen Orten vorgestellt werden. Endziel des Projekts ist eine Gesamtschau in Form einer Wanderausstellung, zur der dann auch ein ausführlicher Katalog vorliegen wird.

Die Ausstellung ist im Rahmen von Stollenführungen bis zum 29. Oktober zu sehen.



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