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Überschwemmungsgebiet der Beeke soll ausgewiesen werden

Schutz vor Hochwasser in Thüste

THÜSTE. Als Schutz vor Hochwasser soll für die Thüster Beeke ein Überschwemmungsgebiet zwischen den Ortschaften Weenzen und Thüse bis nach Ockensen festgelegt werden. Sollte der Kreistag der Ausweisung zustimmen, müssten bauliche Veränderungen in dem ausgewiesenen Gebiet in Zukunft vorher genehmigt werden.

veröffentlicht am 12.12.2017 um 15:12 Uhr
aktualisiert am 12.12.2017 um 20:00 Uhr

Mit einem Konzept für ein Überschwemmungsgebiet soll verhindert werden, dass Schäden entstehen, wenn die Beeke über die Ufer tritt. Foto: Archiv
Johanna Lindermann

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Johanna LindermannDWZ Volontärin
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Die Mitglieder des Kreisausschusses für Erneuerbare Energien und Umwelt sprachen sich in ihrer jüngsten Sitzung einstimmig dafür aus.

Schon mehrfach kam es in der Vergangenheit zu Überschwemmungen in Thüste, wenn der kleine Fluss „Beeke“ über die Ufer trat, so auch am 4. Februar 1909 und am 3. Januar 1932. Rein statistisch tritt einmal in 100 Jahren ein sogenanntes Jahrhunderthochwasser (HQ100) auf, bei dem der Pegelstand ungewöhnlich hoch ist. Weil es sich dabei um einen Mittelwert handelt, kann ein Jahrhunderthochwasser auch mehrmals in 100 Jahren auftreten – oder auch jahrhundertelang ausbleiben.

Um die Thüster in einem solchen Fall, der jederzeit wieder eintreten kann, zu schützen, soll das Gebiet als Überschwemmungsgebiet ausgewiesen werden. Experten des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) führten daher in den vergangenen Jahren entsprechende Untersuchungen durch. Die Unterlagen über die Festsetzung des Überschwemmungsgebiets waren vom 14. März bis zum 14. April 2016 im Salzhemmendorfer Rathaus und auf der Internetseite des Landkreises Hameln-Pyrmont öffentlich einzusehen (wir berichteten).

Daraufhin sind innerhalb der Einwendungsfrist insgesamt neun Einwendungen erhoben worden. „Die eingegangenen Stellungnahmen und Einwendungen konnten im Vorfeld durch gezielte Nachvermessungen“ sowie einen Erörterungstermin „erläutert und weitestgehend ausgeräumt werden“, teilt der Landkreis Hameln-Pyrmont mit. Daher sprach sich der Ausschuss für Erneuerbare Energien und Umwelt dafür aus, das Überschwemmungsgebiet festzusetzen.

Die Abgrenzung des Überschwemmungsgebietes der Thüster Beeke im Landkreis Hameln-Pyrmont würde dann an der Grenze zum Landkreis Hildesheim zwischen den Ortschaften Weenzen und Thüste beginnen und bei der Mündung der Thüster Beeke in die Saale oberhalb von Ockensen enden.

Bauliche Anlagen, die in diesem Gebiet nach der Ausweisung des Überschwemmungsgebiets errichtet oder erweitert würden, müssten vorher genehmigt werden. Kleinere bauliche Änderungen, wie etwa das Aufstellen von Zäunen und Viehtränken, müssten der Unteren Wasserbehörde mitgeteilt werden. Ohne Genehmigung drohen hier Geldstrafen von bis zu 50 000 Euro. Bauliche Anlagen, die aber bereits vorhanden sind, würden auch weiterhin zugelassen. Allgemein erlaubt wären auch Einzelbaum- und Strauchpflanzungen sowie die Aufstockung bereits vorhandener Gebäude und Dachausbauten, sofern dadurch keine Vergrößerung der Grundfläche entsteht.

Nun muss der Kreistag über die Ausweisung des Überschwemmungsgebietes entscheiden.

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