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Schulschließungen bleiben ein heißes Eisen

Salzhemmendorf (sto). Die Marktstände lockten mit einem bunten Warenangebot und mittendrin standen unter der Moderation von Radio Aktiv Salzhemmendorfer Kommunalpolitiker Frage und Antwort zur Kommunalwahl am 11. September. Einige Marktbesucher folgten der Diskussion, bei der sich die Beteiligten respektvoll begegneten.

veröffentlicht am 24.08.2011 um 17:44 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 04:41 Uhr

Friedrich-Wilhelm Knust (v. li.), Helmut Schmiedekind, Hagen Wolf, Bettina Wallbaum, Walter Kramer und Karin Seifert
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Salzhemmendorf (sto). Am Stand der CDU gab`s Kaffee und Kuchen, die SPD bot Käsewürfel, die Grünen hatten Traubenzucker zur Stärkung mitgebracht. Die Marktstände lockten mit einem bunten Warenangebot und mittendrin standen unter der Moderation von Radio Aktiv Salzhemmendorfer Kommunalpolitiker Frage und Antwort zur Kommunalwahl am 11. September. Einige Marktbesucher folgten der Diskussion, bei der sich die Beteiligten respektvoll begegneten.

Als zentrales Thema kristallisierte sich das Schulentwicklungskonzept der Gemeinde Salzhemmendorf heraus. „Die Grundschulen müssen erhalten bleiben. Ohne sie geht es mit der Infrastruktur in den Dörfern nach unten“, betonte Bettina Wallbaum. Die 42-Jährige aus Ockensen gehört zu den 20 Mitgliedern der neu gegründeten Wählergruppe „Aktive Bürger in Salzhemmendorf“, die sich erstmalig einer Podiumsdiskussion stellte. Weiter nahmen teil der Vorsitzende der CDU-Fraktion, Friedrich-Wilhelm Knust, Walter Kramer, der Vorsitzende der SPD-Fraktion und der Grünen-Politiker Helmut Schmiedekind. Udo Stenger (Bürger Wählergemeinschaft) und Eckhard Renziehausen-Philipps (Freie Wählerge-meinschaft) waren zwar eingeladen, aber nicht erschienen.

Bettina Wallbaum äußerte ihren Unmut über die „Art und Weise“, wie seitens der Politik und der Verwaltung mit den Eltern verfahren worden sei. „Wir hatten keine Chance, uns konstruktiv einzubringen“, betonte sie. Die Bürger seien mit ihrem Anliegen nicht ernst genommen worden. Sie bedauere, dass die Politik den Menschen vor Ort suggeriere, die beabsichtigten Schulschließungen seien der einzig wahre Weg.

Richtig sei jedoch, dass es Konzepte gebe, mit denen auch kleine Schulen bestehen bleiben könnten. Die Schließung der Schulen sei erst der Anfang. Bald werden die Kindergärten an die Reihe kommen, argumentierte sie. „Die Schließung von Kindertagesstätten in der Gemeinde Salzhemmendorf sehe ich derzeit nicht“, widersprach Knust.  Ähnliche Worte waren auch von Schmiedekind und Kramer zu hören. Letzterer räumte jedoch ein, dass es dann Probleme geben könnte, zöge die Landesregierung ihre finanzielle Unterstützung zurück, wie von den Medien berichtet worden war.

Die Schulschließungen seien wegen zurückgehender Kinderzahlen aus wirtschaftlichen Gründen nicht zu vermeiden, äußerten sich die drei Politiker auf den Einwand. Bettina Wallbaum hielt jedoch fest an ihrer Argumentation, eine Schulschließung sei der falsche Weg. Auf Anfrage des Moderators Hagen Wolf, ob „Aktive Bürger“ eine Protestpartei sei, antwortete sie: „Nein, das sind wir nicht. Wir sind eine Wählergruppe, die sich den Interessen der Bürger sowie der Erhaltung und Schaffung attraktiver Lebensbedingungen für Jung und Alt in allen Ortschaften des Fleckens verpflichtet sieht.“



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